Am Montagabend war ein "Brummifahrer" - wie es von der Verkehrs-Polizeiinspektion Bamberg hieß - mit einem Sattelzug auf der A73 in Richtung Suhl unterwegs. Diese verließ er an der Anschlussstelle Forchheim-Nord. Im Kurvenbereich verlor er jedoch die Kontrolle über den Sattelzug und prallte gegen die linke Schutzplanke.
Obwohl die Sattelzugmaschine durch den Aufprall laut der Polizei "erheblich beschädigt" wurde, setzte der Fahrer seine Fahrt fort und kümmerte sich nicht um den Unfall. Kurz darauf wollte er zum Ausliefern seiner Ware auf ein Gelände in einem nahegelegenen Industriegebiet fahren. Dort fiel dem Sicherheitsdienst der deutliche Unfallschaden am Fahrzeug auf. Während der Fahrer auf das Entladen wartete, informierte der Sicherheitsdienst die Polizei.
Lkw auf A73 "erheblich beschädigt" - Fahrer fährt weiter
Bei einer anschließenden Kontrolle bemerkten die Beamten sofort "deutlichen Alkoholgeruch". Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab, dass der Berufskraftfahrer mit mehr als zwei Promille unterwegs gewesen war. Daraufhin wurde der Führerschein sichergestellt und eine Blutentnahme angeordnet.
Gegen den Fahrer wird nun wegen "Gefährdung des Straßenverkehrs" und "Unerlaubten Entfernens vom Unfallort" strafrechtlich ermittelt. Zudem droht ihm der Verlust seiner Qualifikation als Berufskraftfahrer.
Der Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. Die Polizei bittet Zeugen des Verkehrsunfalls, sich bei der Verkehrspolizei Bamberg (Tel. 0951/9129-510) zu melden.