In Forchheim ist es zu einem heftigen Unfall mit Fahrerflucht gekommen. Ein bislang unbekannter Täter krachte am Abend des 9. März 2026 mit seinem Auto in die Schaufensterscheibe der St.-Martins-Apotheke in der Nürnberger Straße - und fuhr anschließend einfach davon.
Wie eine Sprecherin der Apotheke am Mittwoch (18. März 2026) gegenüber inFranken.de berichtet, ereignete sich der Vorfall gegen 20.30 Uhr, als das Ladengeschäft bereits geschlossen war. Von dem Unfall habe man deshalb erst über Zeugen erfahren, die eine ihnen bekannte Mitarbeiterin und die Polizei informierten.
Unfall mit Fahrerflucht in Forchheim: Zeugen berichten von "schwarzer Limousine"
"Die Zeugen waren in einem Lokal am Paradeplatz und hatten einen lauten Knall gehört", schildert die Sprecherin der St.-Martins-Apotheke gegenüber inFranken.de. "Daraufhin sind sie in Richtung der Apotheke gelaufen und haben nur noch das Reifenquietschen und eine wegrasende schwarze Limousine gesehen, und natürlich das eingefahrene Schaufenster", berichtet sie. Das Nummernschild konnten sie demnach jedoch nicht mehr erkennen.
"Aufgrund der Zeugenaussagen und der Hinweise, die im Nachhinein eingegangen sind, wird vermutet, dass ein schwarzer BMW, der schon wiederholt beim nächtlichen Driften um die Kurve Torstraße Richtung Nürnberger Straße beobachtet wurde, die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat und in unser Schaufenster gedriftet ist", heißt es vonseiten der Apotheke.
Dabei sei nicht nur das Fenster beschädigt, sondern auch der Rahmen und die Fassade "in Mitleidenschaft gezogen" worden. Der Schaden beläuft sich demnach auf mindestens 5000 Euro. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter 09191/7090-0 mit der Polizeiinspektion Forchheim in Verbindung zu setzen. Die Apotheke selbst versuche der Situation dennoch etwas Positives abzugewinnen.
"Machen das Beste daraus": Apotheke nutzt Holzverschalung für Hinweis zu Protestaktion
"Wir machen inzwischen das Beste daraus und nutzen die Verschalung, die die Feuerwehr anstelle des Schaufensters angebracht hat, um auf die Online-Petition der Apothekerschaft an die Regierung aufmerksam zu machen", heißt es vonseiten der Apotheke.
Das Ziel: Um das "Apothekensterben" in Deutschland zu beenden, müsse der bereits bestehende Koalitionsvertrag endlich umgesetzt und die Honorare angepasst werden. Mit dieser Forderung ist die Forchheimer Apotheke nicht allein. Am Montag (23. März 2026) ist ein deutschlandweiter Protesttag mit Apotheken-Schließungen und Demonstrationen in mehreren deutschen Städten geplant.
Auch in den sozialen Medien hat die Apotheke über den Schaufensterschaden berichtet. "Unsere Apotheke ist kein Drive-in", heißt es in einem Post. "Medikamente gibt’s bei uns an der Theke, nicht durch die Schaufensterscheibe", schreibt das Team mit einem Augenzwinkern. "Und wenn ihr mal nicht aussteigen könnt - wir kommen auch gerne raus zu euch, ein kurzer Anruf genügt."
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