Die A 73 ist eine der zentralen Verkehrsachsen der Metropolregion Nürnberg. Die Bedeutung spiegelt sich im hohen Verkehrsaufkommen wider. Wie Herrmann gestern in Nürnberg bekannt gab, ist auf einer Länge von rund neun Kilometern zwischen Erlangen und Baiersdorf-Nord in Fahrtrichtung Bamberg eine temporäre Freigabe des Seitenstreifens geplant.

"Wir haben damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Anlagen zur Streckenbeeinflussung mit einer temporären Nutzung des Seitenstreifens können die Verkehrsleistung von Autobahnen um bis zu 25 Prozent steigern, kosten aber nur etwa zehn Prozent eines Autobahnausbaus", so Herrmann.

In insgesamt drei Bauphasen soll die Strecke bis 2018 temporär auf dem Seitenstreifen befahrbar sein.
Wie der Verkehrsminister weiter mitteilte, wird in einer ersten Bauphase die Ausfahrt der Anschlussstelle Erlangen-Nord in Fahrtrichtung Bamberg bis Anfang Mai verbreitert. Von Ende Mai bis Ende November sollen in einem weiteren Schritt an der Anschlussstelle Erlangen-Nord der Einfädelungsstreifen Richtung Bamberg angebaut sowie die Schwabachbrücke neugebaut werden.

Für 2017 ist der Weiterbau bis Möhrendorf mit Verbreiterungen der Ein- und Ausfahrt an der Anschlussstelle Möhrendorf vorgesehen.
Als dritter und letzter Abschnitt wird 2018 die Strecke zwischen den Anschlussstellen Möhrendorf und Baiersdorf ausgebaut. Der Ausbau kostet rund 17 Millionen Euro.


Als Ausweichroute vorgesehen

Herrmann: "Wir wollen die Leistungsfähigkeit der viel befahrenen A 73 ab 2018 deutlich erhöhen und die Staus noch mehr reduzieren. Das ist vor allem deshalb wichtig, da ab 2019 die Intensivphase des sechsstreifigen Ausbaus der A 3 zwischen Biebelried und Erlangen beginnt. Die A 73 steht dann zusammen mit der A 70 als Ausweichroute zur Verfügung."

Bereits seit 2008 hilft ein Betrieb mit temporärer Streifenbenutzung zwischen Baiersdorf-Nord und Erlangen in Richtung Nürnberg, den Durchfluss zu verbessern. red