Die Realisierung des ehrgeizigen Projekts "Chorzentrum Kloster Weißenohe" steht unmittelbar bevor. Das gaben Eduard Nöth, Vorsitzender des Förderkreis Chorakademie, der Weißenoher Bürgermeister Rudolf Braun (WGA) und Baubetreuer Dieter Christoph bei der Versammlung der Mitglieder des Förderkreises bekannt. "Durch den Einsatz der örtlichen Landtagsabgeordneten und Mitglieder des Fördervereins übernimmt der Bayerische Landtag die Finanzierungslücke von zwei Millionen Euro. Somit konnte mit den weiteren Fördergebern ein Finanzierungsplan erstellt werden, der die Gesamtkosten von etwa 20 Millionen Euro für dieses überregional bedeutsame Kulturprojekt absichert", betonte Nöth. Das Chorzentrum wird nunmehr als eine Gemeinbedarfseinrichtung betrachtet wird, die als kulturelle und soziale Einrichtung dem Wohl der Allgemeinheit, der Fortbildung und der Verbreitung des Kulturgutes "Singen in Gemeinschaft" dient. "Diese Einordnung lässt eine städtebauliche Förderung auch des geplanten Bettenhauses zu", informierte Bürgermeister Rudolf Braun. Zur Sicherung des öffentlichen und gemeinbedarflichen Zwecks brauche es noch eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und dem Bauherrn. "Unser Ziel ist es, dass alle noch erforderlichen Unterlagen zum Förderverfahren spätestens im Herbst der Regierung vorliegen", sagte Nöth. Mit einem Baubeginn 2021 werde fest gerechnet.

Gelder von Stiftungen

"Bereits zwei Zuwendungsgeber haben ihre Zuwendungen bestätig. So werden die Oberfrankenstiftung 350.000 Euro und die Bayerische Landesstiftung 730.000 Euro beisteuern. Der Förderverein hat bereits 230.000 Euro zugesagt", sagte Herbert Meier, der Geschäftsführer der GmbH. Weiter berichtete er, dass der Förderverein zwischenzeitlich 340 Mitglieder zähle und pro Jahr annähernd 26.000 Euro an Beitragsvolumen generiere. Ziel sei es, insgesamt 500 Mitglieder zur Mitarbeit und Solidarität für dieses einmalige Projekt zu gewinnen. Eine eigens gegründete Stiftung "Chorakademie" verfüge über ein Stiftungskapital von ungefähr 190.000 Euro. Die Erträge hieraus werden für den laufenden Betrieb der Einrichtung verwendet. Zur Sitzung im Weißenoher Rathaus konnte Vorsitzender Eduard Nöth auch Friedhelm Brusniak, den Präsidenten des Fränkischen Sängerbunds, und Kerstin Homberg, die Vizepräsidentin, begrüßen. Gerald Fink, der künstlerische Leiter, schlug vor, Dietlinde Peter aus Nürnberg in den Vorstand zu berufen und als Beirat für die Öffentlichkeitsarbeit zu bestellen. Das wurde angenommen. Zudem dankte Fink auch der Chorjugend für die konstruktive Zusammenarbeit und insbesondere Robert Heininger, der sich bei der Erarbeitung des Nutzungskonzepts für die Nachwuchssänger engagiert eingebracht habe. Friedhelm Brusniak, der das Projekt "Chorzentrum Kloster Weißenohe" nachhaltig unterstützt, bot an, im Zusammenhang mit der Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt Europas eine Stellungnahme zum Thema Romantik zu erstellen.