Im ersten Durchgang entwickelte sich eine muntere Partie - allerdings waren die Höhepunkte in Form von Torgelegenheiten spärlich gesät. Die Gäste erspielten sich ein leichtes Übergewicht, kamen aber nur bei Standardsituationen gefährlich vor das Bamberger Tor. Erst nach 22 Minuten durfte sich Schlussmann Oliver Scheufens auszeichnen. Nach einer Ecke zwang ihn Florian Bauer mit seinem Kopfball zu einer ersten Parade.

Die Bamberger, denen ein Bemühen nicht abzusprechen war, blieben insgesamt im ersten Durchgang zu harmlos. Lediglich Lukas Görtler ließ in der 45. Min. aufhorchen, als er sich schön durchsetzte, sein Schuss aber von Tuomas Rannankari geblockt wurde.

"Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden, in der Pause sind ein paar scharfe Worte gefallen. Die 25 Minuten nach der Halbzeit waren vom Feinsten, wobei der Elfmeter umstritten war", so Bambergs Trainer Petr Skarabela. Und mit jenem Elfmeter ging seine Elf in der 53. Min. in Führung. Görtler hatte zuvor Alexander Deptalla in Szene gesetzt, der von Bauer gestoppt wurde. Florian Wenninger trat vom Punkt an und verwandelte sicher. Nur vier Minuten später legten die Domstädter nach.

Wiederum bediente Görtler mit einem mustergültigen Pass Deptalla, der mit einem herrlichen Lupfer über Mario Miltner das 2:0 erzielte. "In der ersten Halbzeit können wir durch zahlreiche Standards in Führung gehen. Der Elfmeter zum 1:0 war glücklich, dadurch gewann Bamberg die Oberhand. Da war meine junge Mannschaft verunsichert. Daraus resultierte auch das 2:0. Danach haben wir uns emotional zu viel mit uns beschäftigt. Wir müssen künftig 90 Minuten auf das Spiel fokussiert sein, dürfen uns nicht von Randerscheinungen beeinflussen lassen. Den Vorwurf muss ich meinem Team machen", haderte Fürths Coach Konrad Fünfstück mit dem Rückstand.

Und dieser sollte noch höher ausfallen. In der 70. Minute luchsten die Bamberger der SpVgg im Spielaufbau den Ball ab, Görtler, Deptalla und Florian Pickel verpassten, ehe sich der eingewechselte Markus Fischer ein Herz fasste, aus der Distanz abzog und zum 3:0 traf. Die Fürther steckten nicht auf, einen Schuss von Patrick Schikowski faustete Scheufens über die Latte. In der 81. Min. aber war auch er machtlos.

Ein Freistoß von Johannes Geis flog an Freund und Feind vorbei ins Bamberger Gehäuse. Doch dieser Anschlusstreffer kam für die Kleeblättler zu spät. Petr Skarabela zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden: "Wir haben unsere Pflicht gegen einen richtig schweren Gegner erfüllt. Aufgrund der zweiten Hälfte war es ein verdienter Sieg, obwohl Fürth über Standards immer gefährlich war. Drei Spiele, sieben Punkte - wir sind auf dem richtigen Weg."


FC Eintracht Bamberg 2010 - SpVgg Greuther Fürth II 3:1

FC Eintracht Bamberg 2010: Scheufens - Gradl, Bechmann, Kühnlein, J. Pickel, Waltrapp (46. Fischer), Herl (68. Wagner), Wenninger, F. Pickel, Deptalla, Görtler (Wieczorek)

SpVgg Greuther Fürth II: Miltner - Rannankari, Hefele, Bauer, Weißenberger, Akbulut (65. Schikowski), Kracun (56. Müller), Geis, D'Adamo, Pledl, Katerna (56. Rummel)

SR: Stein (Homburg am Main)

Zuschauer: 605

Tore: 1:0 Wenninger (53., Foulelfmeter), 2:0 Deptalla (57.), 3:0 Fischer (70.), 3:1 Geis (81.)
Gelbe Karten: Kühnlein, F. Pickel, Görtler, Wieczorek / Hefele, Geis

von unserer Mitarbeiterin Johanna Krischker