Die Chancen stehen gut, dass der Rad- und Fußweg zwischen Großenseebach und dem Weisendorfer Ortsteil Neuenbürg realisiert wird. Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) und der Marktgemeinderat haben bei der Sitzung in der Weisendorfer Mehrzweckhalle signalisiert, die Machbarkeit zusammen mit der Nachbargemeinde Großenseebach zu prüfen und eine Kostenschätzung vorzunehmen. Auslöser des Tagesordnungspunktes "Radweg Neuenbürg" war ein Antrag der CSU-Fraktion, den Marktgemeinderätin Ute-Christine Geiler auch begründete.

So stehe den Bewohnern des Weisendorfer Ortsteils kein Fuß- oder Radweg nach Großenseebach zu den Sportstätten, der Kirche und der gut angebundenen ÖPNV-Bushaltestelle zur Verfügung. Dass die Gemeindeverbindungsstraße rege von Radfahrern, insbesondere an Wochenenden, und von Schülern sowie Berufspendlern genutzt wird, konnte auch Karl-Heinz Hertlein (CSU) bestätigen.

"Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten setzen sich die Fußgänger und Radfahrer einem erheblichen Sicherheitsrisiko aus", erklärte die CSU-Gemeinderätin. Deshalb sei der Wunsch nach einem Fuß- und Radweg bei den Wahlversammlungen von den Bürgern aus dem Ortsteil Neuenbürg geäußert worden. Dies bestätigte auch Friedrich Mümmler von den Freien Wählern, die ebenfalls bei einer Wahlversammlung um Unterstützung gebeten wurden.

Das Thema war bereits im Mai Thema im Großenseebacher Gemeinderat und Andreas Seeberger (CSU) hatte dort angeregt, einen Geh- und Radweg auf jeden Fall bis zur Gemeindegrenze unter gleichzeitiger Sanierung des Straßenkörpers zu durchzuführen. Damals erklärte Verwaltungsleiter Martin Hofmann, dass der Bau eines Geh- und Radweges in Kooperation mit dem Markt Weisendorf erfolgen müsste. Ein diesbezüglicher Vorschlag war dem Markt Weisendorf schon vor langer Zeit gemacht worden, dieser Vorschlag sei allerdings nicht erwidert worden.

Beleuchtung ist vorgesehen

Diese Aussage, die auch in der Presse so wiedergegeben wurde, sorgte jetzt beim Weisendorfer Bürgermeister für Stirnrunzeln. Das Thema sei zwar am Rande mal angesprochen worden, aber seitens der Gemeinde Großenseebach nicht weiter erläutert worden. "Selbstverständlich wäre eine Fuß- und Radwegverbindung sinnvoll", erklärte der Weisendorfer Bürgermeister und zeigte sich offen für den Antrag der CSU-Fraktion. Deshalb wurde beschlossen, dass die Gemeinde Weisendorf die Umsetzungsmöglichkeiten und Kosten prüft und das Gespräch mit der Großenseebach sucht. Auf Vorschlag von Mümmler wurde mit aufgenommen, dass der Fuß- und Radweg auch eine Beleuchtung erhalten soll.