Es dauerte am Mittwoch wieder einmal nur wenige Minuten vom Aufheulen der Sirenen in der Innenstadt, bis die ersten Feuerwehrfahrzeuge samt Drehleiter mit Blaulicht und Martinshorn das Vogelseck passierten. Ziel war einmal mehr die Realschule. Dort hatte um die Mittagszeit die Brandmeldeanlage angeschlagen.

Die Ursache war schnell gefunden. Im Küchenbereich hatte ein Rauchmelder ausgelöst, gleichzeitig die Leitstelle in Nürnberg alarmiert und von dort aus wurde die Höchstadter Stützpunktwehr in Marsch gesetzt. Einzugreifen brauchten die Einsatzkräfte allerdings nicht mehr, der Rauch oder Wasserdampf in der Küche hatte sich inzwischen verflüchtigt, ohne Schaden anzurichten.

Für die Höchstadter Feuerwehr war dieser Fehlalarm nichts Außergewöhnliches. Laut Kommandant Wolfgang Glotz gibt es im Stadtgebiet von Höchstadt rund 20 Brandmeldeanlagen, die direkt mit der Leitstelle in Nürnberg verbunden sind. Bei 90 Prozent der von diesen Anlagen ausgelösten Alarme stellt die Feuerwehr allerdings technische Defekte fest oder Ursachen wie gestern in der Realschule.

Man sei aber auf dem Weg, die Zahl der durch Brandmeldeanlagen ausgelösten Alarme zu verringern, sagt Kommandant Glotz. Für die Realschule habe die Feuerwehr beim Hausherrn Landkreis bereits angestoßen, im Küchenbereich auf ein Zwei-Melder-System umzusteigen. Dann wird nur noch Alarm ausgelöst, wenn zwei unabhängig voneinander eingebaute Melder gleichzeitig anschlagen.


Jeden Alarm ernst nehmen

Egal, ob sich später ein Fehlalarm herausstellt oder nicht, "wir nehmen jeden Alarm für voll und gehen erst mal mit Atemschutz rein", sagt Glotz. Man müsse feststellen, dass wirklich nichts brennt.