Es war im Juni 1983, als die damals noch selbstständige Raiffeisenbank Höchstadt ihre neue Hauptstelle Am Graben einweihte. Ein schmuckes Gebäude , das in der Höchstadter Innenstadt Akzente setzte. Fast vier Jahrzehnte später ist der Bau immer noch ein Bankhaus und soll es auch in den nächsten Jahren bleiben. Dafür wird jetzt kräftig investiert.

Die ehemalige Raiffeisenbank Höchstadt gab schon im Jahr 2000 ihre Selbstständigkeit auf und fusionierte mit der Raiffeisen-Volksbank Erlangen. Der Höchstadter Vorstandsvorsitzende Bernd Ehrlicher wechselte damals zwar mit sieben Mitarbeitern nach Erlangen, Höchstadt wurde aber als "Kopfstelle" weiter geführt.

Inzwischen ist die Fusion Vergangenheit, der Standort in Höchstadt Am Graben hat für die heutige VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach nichts an Bedeutung verloren.

Ausweichquartier in der Nachbarschaft

"Wir halten am Standort Höchstadt fest", versichert VR-Bank-Pressesprecherin Gabriele Stiefler auf Nachfrage des FT. Untermauert wird diese Haltung mit dem Antrag auf Umbau des Bankgebäudes, den der Höchstadter Stadtrat jüngst absegnete. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) sprach in der Sitzung von "einem klaren Zeichen für den Standort Höchstadt und auch für die Innenstadt ". Einige Millionen werde die Bank wohl investieren, verriet Brehm.

Wie Pressesprecherin Stiefler mitteilt, werde das Gebäude in Höchstadt innen und außen generalsaniert. Die Bank betreibt hier ein Beratungszentrum und das soll den veränderten Ansprüchen der Kunden angepasst werden. "Wir basteln für Höchstadt noch an einem neuen, kundenorientierten Konzept", so Stiefler. Ideen habe man, die gelte es jetzt umzusetzen.

Dass dem Bankgebäude in Höchstadt nicht nur ein neuer Anstrich verpasst wird, lässt sich an der Bauzeit für die Generalsanierung erahnen, die auf eineinhalb Jahre angesetzt ist. In dieser Zeit will die VR-Bank ihren Betrieb in Höchstadt aber nicht einstellen. Am 25. und 26. Februar zieht die komplette Belegschaft um in das Anwesen Steinwegstraße 29, gleich in der Nachbarschaft. In diesem Ausweichquartier werden zu den gewohnten Öffnungszeiten die vollen Serviceleistungen angeboten.

Neues Umfeld für 15 Beschäftigte

15 Mitarbeiter beschäftigt die VR-Bank am Standort Höchstadt . Ihr Arbeitsumfeld wird jetzt generalsaniert und neu gestaltet. Vor der Fusion mit Erlangen gab es in dem Haus in Höchstadt übrigens noch um die 40 Arbeitsplätze. Aber schon damals vor 20 Jahren kündigte Vorstandsvorsitzender Ehrlicher einen "kontinuierlichen Abbau von Personal " im Bankbereich an.