Keine Diskussion brauchte der Gemeinderat beim Zuschussantrag der SpVgg Heßdorf zur Umrüstung der Trainingsbeleuchtung des B-Platzes auf umweltfreundliche LED-Technik. Nach Auffassung des Zweiten Bürgermeisters Axel Gotthardt (CSU) und der Verwaltung ist die Maßnahme sinnvoll und wirtschaftlich.

Die Gesamtkosten schätzt der Verein auf rund 30 000 Euro, es handelt sich dabei um eine förderfähige Investitionsmaßnahme nach den Richtlinien zur Förderung der Vereinsarbeit. Die Gemeinde gewährt deshalb einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der nachgewiesenen Kosten bis zu einer Kostenhöchstsumme von 30 000 Euro.

Zur Sanierung der Grundschule und der damit verbundenen Erweiterung der Kinderkrippe gab es eine Reihe von Beschlüssen zu fassen, so mussten Ausschreibungen aufgehoben und neu vergeben werden. In diesem Zusammenhang stellte der Gemeinderat auch den Bedarf für weitere 52 Krippenplätze der bestehenden Kinderkrippe in der Grundschule Hannberg fest.

Nachweis verlangt

Wie Gotthardt erläuterte, wurde im Bescheid der Regierung von Mittelfranken darauf hingewiesen, dass die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die 52 Krippenplätze noch nachzuweisen sei. Denn üblicherweise muss im Zuwendungsverfahren eine eigene Bedarfsbestätigung aufgrund eines Beschlusses des Gemeinderates beigefügt werden. Auch das Landratsamt Erlangen-Höchstadt hatte den Bedarf für 52 Krippenplätze bestätigt. Die bauliche Umsetzung erfolgt derzeit über die Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe in der Grundschule Hannberg.

Im zweiten Bauabschnitt der Sanierung der Grundschule und Erweiterung der Kinderkrippe laufen die Arbeiten weitgehend planmäßig. Nur bei den Trockenbauarbeiten kam es zu einer Verzögerung, und einige Vergaben durch den Bürgermeister mussten noch genehmigt werden.

Infos zur Angebotsproblematik

Bürgermeister Horst Rehder hatte die Mitglieder des Gemeinderates über die Ausschreibungs- und Angebotsproblematik einiger Gewerke informiert. Aus zeitlichen Gründen und um die Ferienzeit zum Bauen zu nutzen, sei eine sofortige Vergabe notwendig gewesen, die an den jeweiligen Mindestbieter erfolgt sei.

Der Bürgermeister hatte auch einige Ausschreibungen aufheben müssen: Die Ausschreibungen für die Gewerke Metallbauarbeiten, Dachsanierungsarbeiten sowie Fliesen- und Plattenarbeiten hatten kein bzw. ein absolut unwirtschaftliches Ergebnis erbracht und die Planer eine Aufhebung der Ausschreibungen vorgeschlagen. So war zum Beispiel für die Schreinerarbeiten, Brandschutzmaßnahmen und Küchen nur ein Angebot von etwas über 84 000 Euro eingegangen, eingeplant gewesen waren dafür knapp 35 000 Euro.

Bürgermeister und Verwaltung kontaktierten drei Firmen freihändig: Einziger Bieter für die Abbrucharbeiten war schließlich die Firma CR-Servicepartner aus Weidingen mit einer Angebotssumme in Höhe von rund 2500 Euro; das lag sogar über 27 Prozent unter der ursprünglichen Kostenberechnung.

Die Abbrucharbeiten für Fassade und Innentür gingen in einer freihändigen Vergabe an die am Bau bereits tätige Firma CR­Servicepartner für knapp über 3000 Euro.

Knapp 40 Prozent teurer

Für die Fliesen- und Plattenarbeiten lag nur das Angebot der Firma Fliesen Röhlich aus Wendelstein für rund 18 000 Euro vor. Die Kosten dieses Gewerks waren mit knapp 11 000 Euro berechnet. Die Kostenberechnung wird somit um über 39 Prozent überschritten, diese Überschreitung ist zum einen konjunkturell und zum anderen durch eine technische Änderung bedingt: In zwei Räumen wird der Linoleumbelag durch Fliesen ersetzt.

Gewerk aufgesplittet

Bei der Vergabe der Brandschutzmaßnahmen Trockenbauarbeiten handelt es sich um eine Vielzahl von Leistungen geringen Umfangs, deshalb war geplant, sie als Gesamtmaßnahme zu vergeben. Das klappte nicht, deshalb wurde das Gewerk aufgeteilt. Die Fima Gulhan Trockenbau GmbH aus Nürnberg wird die Aufgaben für knapp 10 000 Euro erledigen; das entspricht den Planungen.

Für die Dachsanierungsarbeiten war ein Angebot in Höhe von rund 108 000 Euro eingegangen. Die Kosten dieses Gewerks waren mit 87 000 Euro berechnet. Auch diese Überschreitung ist im Wesentlichen konjunkturell bedingt.

Im Rahmen einer freihändigen Vergabe wurde dann noch die Firma die JMF Metallbautechnik GmbH aus Schlitz kontaktiert, die die Bauleistungen für knapp 30 000 Euro angeboten hat.

Die Kostenberechnung lag bei rund 26 000 Euro .

Der Gemeinderat genehmigte das Nachtragsangebot für das Gewerk Trockenbauarbeiten. Unter dem Strich sind dafür Mehrkosten in Höhe von rund 75 000 Euro entstanden.

Ein Nachtagsangebot über rund 27 000 Euro für Sanitärinstallation in den neuen KiTa-Räumen wurde ebenfalls genehmigt. Auch bei der Grundschule genehmigte der Gemeinderat ein Nachtragsangebot der Firma Grötsch GmbH für das Gewerk Wärmeversorgungsanlagen.

Provisorium beseitigen

Das Nachtragsangebot der Firma Ahsu Hersbruck für knapp 7000 Euro bezieht sich auf die Um- und Neuverlegung der Wärmeversorgungsanlagen. Für die Aufrechterhaltung der Versorgung der Kinderkrippe mussten die Hauptleitungen provisorisch während der Bauphasen umgebunden, neu verrohrt und isoliert werden. Für diesen Leistungsumfang war ein Nachtragsangebot verlangt worden.