Der Notruf in der Einsatzzentrale der Polizei und der Integrierten Leitstellen stand nicht mehr still. Besonders betroffen war die Fränkische Schweiz. Hier verwandelte sich die Bundesstraße zwischen Muggendorf und Behringersmühle in einen reißenden Bach. Es kam zu einem kleinen Erdrutsch, so dass die Fahrbahn halbseitig gesperrt werden musste.

Gleichermaßen stark waren die unwetterartigen Regenfälle im Bereich Hof. Hier musste eine Straße wegen Unterspülung komplett gesperrt werden. Ausgehobene Gullydeckel und überflutete Straßen wurden auch im Kulmbacher Land gemeldet. In Neustadt bei Coburg schlug der Blitz in ein Wohnhaus ein. Einige umgestürzte Bäume mussten im südlichen Landkreis Bayreuth von der Fahrbahn beseitigt werden.


Im Stadtgebiet Erlangen wurde Vollalarm ausgelöst

Die starken Unwetter hielten die Einsatzkräfte auch in Erlangen auf Trab. Vollgelaufene Unterführungen und ein Dachstuhlbrand durch Blitzeinschlag in der Memmbacher Straße waren nur zwei von über 100 Einsätzen im Stadtgebiet.

Auf einem Acker zwischen Ritzmannshof und Rothenberg geriet ein Strohballen durch einen Blitzeinschlag in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand zügig löschen. Verletzt wurde bei den Unwettern nach ersten Meldungen glücklicherweise niemand. Erst am späten Abend zog die Gewitterfront ab. Die Bierfestbesucher in Kulmbach störte der Regen wenig. Im Festzelt wurde trotzdem ausgiebig gefeiert. Lediglich der Außenschankbereich wurde eingestellt.

Wie der Wetterochs analysiert, bestimmen auch am Montag schwülwarme Luftmassen das Wetter. Es bilden sich weitere Schauer und Gewitter, die vor allem am Nachmittag und am frühen Abend auftreten. Zeitweise scheint die Sonne und treibt die Temperaturen auf dampfige Höchstwerte nahe 28 Grad. Ob sich am Montag wieder wie am Sonntag Gebiete mit besonders ausgeprägter Gewitteraktivität in Franken befinden werden, ist indes ungewiss.


Schäden im Landkreis Rhön-Grabfeld

Von dem Unwetter waren auch mindestens zwei Anwesen, in diesem Fall zwei Geschäfte, in Mellrichstadt betroffen. Kurz nach 20 Uhr musste die Feuerwehr den Markplatz anfahren. Dort hatten die Regenmassen dafür gesorgt, dass in einem Ladengeschäft das Klärwasser ins Haus drückte.

Zuvor war bereits aus einem der nördlich gelegenen Supermärkte "Land unter" gemeldet worden, da die Wassermassen drohten, das Geschäft zu überfluten. Das Ausmaß der Schäden kann derzeit noch nicht benannt werden. pol/tos