Die SpVgg Zeckern steht in der Fußball-Kreisliga 1 ER/PEG auf Rang 2 - noch. Denn am kommenden Dienstag, 1. Mai kann sich das Team von Spielertrainer Manuel Kilger Platz 1 krallen. Vorausgesetzt, es gewinnt zunächst bei seinem Ex-Klub in Röttenbach (14.) und holt am Maifeiertag im Nachholspiel beim TSV Lonnerstadt (12.) die nötigen Punkte, um den Tabellenführer aus Buckenhofen zu überflügeln, dem es jüngst ein torloses Remis abtrotzte.

"Grundsätzlich sind wir damit sehr zufrieden, für mich ist Buckenhofen die spielstärkste Mannschaft der Liga. Der SV hat einen sehr breiten Kader, wir gehen dagegen aktuell etwas auf dem Zahnfleisch", sagte Kilger unserem Partnerportal anpfiff.info. "Spieler, die wir langsam ranführen wollten, müssen gleich voll angreifen. Wir wissen, dass wir gegen die Buckis Glück und einen sehr guten Keeper hatten."

Zeckern musste das 0:0 teuer bezahlen, denn mit Florian Süß verletzte sich ein Leistungsträger schwer. Er erlitt eine Risswunde, die nun tiefer ist als zunächst gedacht. "Ich denke, er fällt bestimmt sechs Wochen aus und wird diese Saison nicht mehr eingreifen können", berichtete der Spielertrainer. Zudem muss das Team auf Tobias Gumbrecht (Amerika-Aufenthalt) verzichten, Fabio Fagone ist studienbedingt in Augsburg, und zwei, drei junge Spieler plagen sich mit leichten Blessuren herum. "Die Ausfälle können wir nicht so leicht kompensieren. Jetzt müssen die alten Spieler ihren Körper hinhalten, aber das machen sie gut", lobt Kilger.

Die Personalsituation mache den Aufstiegskampf nicht leichter. "Klar, wir haben das Nachholspiel gegen Lonnerstadt in der Hinterhand. Wir wissen aber auch, dass wir mit Heßdorf, Tennenlohe und dem ATSV Erlangen II noch starke Gegner bekommen." Kilger schreibt diesen Teams eine hohe Qualität und die Fähigkeit zu, in der Kreisliga jeden Kontrahenten schlagen zu können. "Wir müssen uns schon strecken, wenn wir dran bleiben wollen."

Der aktuelle Spitzenreiter aus Buckenhofen hat einen Punkt und ein Spiel mehr als Zeckern auf dem Konto und ist für Kilger der Favorit in Sachen Aufstieg. "Der SV ist breit aufgestellt, hatte gegen uns 17 Mann an Bord. Buckenhofen hat einen Konkurrenzkampf im Kader, der mir bei uns ein bisschen fehlt", berichtet der 29-Jährige, der seine Mannschaft aber nicht in der Pflicht sieht. "An der Tabellenspitze sind drei Teams, die alle die Qualität für den Aufstieg haben. Es wird sich zeigen, wer im Endspurt die Nerven behält. Diese Aufgabe gehen wir mit Freude an und machen uns keinen Druck."

Zunächst einmal richtet sich der Blick auf den TSV Röttenbach, für den Kilger noch in der Saison 2015/2016 die Schuhe schnürte. Dort wurde der Trainerwechsel von Christoph Zeller zu Norman Matschke zuletzt früher vollzogen als geplant, das Team tankte mit einem 4:2 gegen Heroldsbach Selbstvertrauen für den Kampf um den Klassenerhalt.

"Dass es keine einfache Saison für Röttenbach wird, war klar. Ich glaube, dass sie mit dem Trainerwechsel einen guten Schritt gemacht haben. Menschlich und fußballerisch ist Norman einwandfrei, er hat der Mannschaft einen neuen Impuls gegeben, das ist an den Ergebnissen zu sehen", sagt Kilger und ergänzt: "Röttenbach ist sehr heimstark. Jeder sagt, dass wir klarer Favorit sind, ich sehe das aber anders. In meinen Augen ist es ausgeglichen, weil Röttenbach zu Hause alles reinschmeißen wird." Das Hinspiel gewann die SpVgg Zeckern zu Hause im Übrigen knapp mit 1:0.