Es hätte die perfekte Erfolgsstory sein können. Die gemeinsame Leidenschaft hatte Julia Schübel und Lasse Ibert nicht nur sportlich, sondern auch privat nähergebracht - beim 33. Puma-Herzoman mit 407 Finishern sollte der Liaison mit einem Doppelsieg für das "Team twenty six" aus Roth ein i-Tüpfelchen verpasst werden.

Ibert griff nach den Siegen von 2015 und 2017 nach dem Titel-Triple. Schübel, die ebenfalls schon 2015 triumphiert hatte, galt nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Sofia Warter Rubio (TV 48 Erlangen) als absolute Favoritin bei den Frauen. Doch nachdem sie beim Schwimmen (400 Meter) die schnellste Zeit vorgelegt hatte, verlor sie auf dem Rad (20 Kilometer) wertvolle Minuten auf Maria Paulig aus München und ihre frühere Teamkollegin Astrid Werner (TSV Altenfurt), die sie auf dem abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf durch den Dohnwald nicht mehr aufholen konnte. Mit 1:06:18 Stunden hatte Schübel am Ende als Dritte mehr als zwei Minuten Rückstand auf die starke Konkurrenz.


43 Sekunden Vorsprung

Für Ibert hingegen lief es genau umgekehrt: Nach dem Schwimmen noch auf Rang 5 gelegen, schnappte er sich auf dem Rad den bis dahin führenden Tobias Heining (Proleit AG), legte zu Fuß noch einmal zu und überquerte die Ziellinie nach 57:36 Minuten mit 43 Sekunden Vorsprung auf Heining, der sich zumindest über den Stadtmeistertitel freuen durfte. Dritter wurde Jannik Hoffmann (TV48 Erlangen). Beste Herzogenauracherin bei den Frauen war Susanne Schubardt, die ihre Freude kaum in Worte fassen konnte.

Schnellster in der Jugendklasse (200 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren, 2,5 Kilometer Laufen) war Jan Pluta vom SSV Forchheim (33:55 Minuten), den Stadtmeistertitel sicherte sich hier Leon Winkelmann (38:18). Bei den Mädchen hatte Lena Gömmel vom TSV Zirndorf in 38:24 Minuten die Nase vorn, Johanna Roest (GymGoesTria) kürte sich in 49:37 Minuten zur Stadtmeisterin.

Triathlon-Abteilungsleiterin Petra Sticker zog schon kurz nachdem die der Meldeliste nach besten Athleten aus dem Wasser gestiegen waren ein positives Zwischenfazit. "Alles läuft rund, bisher haben wir - mal abgesehen von ein paar Schürfwunden - keine Ausfälle. " Es sei schön, einen Triathlon einmal wieder als Zuschauer und nicht als Teilnehmer zu erleben, erklärte Sticker, die sich vergangenen Woche noch beim Erlanger Triathlon ausgetobt hatte. Sie freute sich, dass beide Veranstaltungen problemlos koexistieren können. "Man müsste es mal genau auswerten, aber es gibt bestimmt 70 Triathleten, die beide Veranstaltungen mitnehmen wollen."


Neue Technik und einige Frischlinge

Erfreulich sei genauso, dass die die neue Messanlage - Transponder am Fuß und Lichtschranke - tadellos funktioniere und dass sich unter den rund 430 von 480 gemeldeten Sportlern, die sich an den Start wagten, wieder einige Neulinge fanden. So wie Viktoria Egle, die normalerweise mit den Handballfrauen der TS Herzogenaurach in der 3. Liga auf Torejagd geht. "Ich wollte was ausprobieren, was ich nach meiner Handballzeit machen kann", sagte die Rückraumspielerin, die mit der Hitze gut zurechtkam.

Sie sei die Sache ehrgeizig, aber nicht verbissen angegangen und sei mit sich, ihren 1:23:33 Stunden und Platz 5 in der Altersklasse W2 zufrieden. "Beim Laufen war ich stark, das Radfahren war okay. Beim Schwimmen habe ich aber nur auf den ersten Bahnen eine gute Figur gemacht", erklärte Egle, die im Triathlon eine schöne Abwechslung vor der nun beginnenden heißen Vorbereitungsphase auf die Handball-Saison sieht. "Es hat unglaublich viel Spaß gemacht." Ein Einschätzung, die den Herzoman-Machern gefallen dürfte.