Einen Durchmarsch wird es im Play-off-Endspiel der Eishockey-Bayernliga nicht geben. Mit dem Punkt zum 1:1-Zwischenstand nach zwei Matches ermöglichte der Höchstadter EC sich und seinen Fans am Ostermontag ein weiteres Heimspiel in der Finalserie. Die erste Partie am Karsamstag hatte Höchstadt mit 2:3 nach Verlängerung verloren. Zwar brachten Ales Kreuzer und Spielertrainer Daniel Jun die Panzerechsen in Führung, doch Jakub Marek schoss Waldkraiburg in die Overtime, wo Max Kaltenhauser 16 Sekunden vor Schluss der Siegtreffer gelang. Den Erfolg hatten sich die Gastgeber im wahrsten Wortsinn erkämpft. Doch die Alligators ließen sich davon nicht schrecken, fanden auf eigenem Eis die richtige Antwort und hielten sich im Titelkampf alle Türen offen.


Höchstadter EC - EHC Waldkraiburg  n.V. 4:3

Die Gäste versuchten Druck aufzubauen, die ersten Akzente setzte jedoch der HEC. Patrick Dzemla und Lukas Lenk prüften Vetter, eine Minute später traf Stephan Hiendlmeyer aus Hinter-Tor-Position den Schlittschuh des Goalies, von wo der Puck zum 1:0 in die Maschen trudelte (3.). Doch nur eine Minute später war Hämmerle aus spitzem Winkel für den Ausgleich zur Stelle. In der Folge ging es munter hin und her: Waldkraiburg machte das Spiel, Höchstadt konterte im eigenen Stadion und kam so zu guten Chancen: Nach einem Pfostentreffer von Tomas Urban kam die Scheibe über Umwege zu Markus Babinsky, der von der blauen Linie verdeckt abzog und zum 2:1 traf (7.). Daniel Sikorskis Alleingang wurde nicht belohnt, doch Thilo Grau nutzte den Abpraller zum 3:1 (12.).
In der Folge - auch zu Beginn des zweiten Drittels - verpasste es der HEC mehrfach, davonzuziehen. Und nachdem Schiedsrichter Schmidt mit einer Zerrung vom Eis musste - es ging mit zwei Unparteiischen weiter - riss der Faden im Spiel der Aischgründer: Hämmerle fälschte einen Blue-Liner von Seifert zum 2:3 ab (25.). Danach musste Philipp Schnierstein mehrfach sein ganzes Können aufbieten. Nach und nach fing sich Höchstadt wieder, zog kurz vor der Sirene aber zwei Strafen und bekam die Quittung. Vier Sekunden vor Ablauf der Zeit trafen die Löwen in doppelter Überzahl durch Trox zum 3:3.
Im Schlussabschnitt lag das Momentum wieder auf Seiten des HEC, doch Hiendlmeyer traf nur die Latte und Ales Kreuzer klebte das Pech am Schläger. Exemplarisch, dass er elf Sekunden vor Schluss nach einem Sololauf an Vetter scheiterte. Also gab es erneut Verlängerung, in der Höchstadt am Drücker blieb und durch seine Oldies für grenzenlosen Jubel sorgte: Der bis dahin glücklose Daniel Jun bediente Sikorski, der den Puck unter Vetters Schonern hindurch zum 4:3 in die Maschen jagte.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC -EHC Waldkraiburg  n. V 4:3 (3:1, 0:2, 0:0)

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Riebel; Verteidigung: Sikorski/Ryzuk, Babinsky/A. Lenk, Kaczmarek;
Angriff: Jun/Urban/Kreuzer, Dzemla/Grau/L. Lenk, Tratz/Hiendlmeyer/Gäbelein, Seelmann

EHC Waldkraiburg: Tor: Vetter, Hingel; Verteidigung: A. Kanzelsberger, Paderhuber, F. Kanzelsberger, Rott, Andrä, Richter, Seifert; Angriff: Kaltenhauser, Hradek, Hipetinger, Hämmerle, Führmann, Trox, Vogl, Hagemeister

SR: Markus Schmidt, Dominik Beigel, Oliver Mackert
Zuschauer: 1514

Tore: 1:0 Hiendlmeyer (3.), 1:1 Hämmerle (4.), 2:1 Babinsky (7.), 3:1 Grau (12.), 3:2 Hämmerle (25.), 3:3 Trox (40.), 4:3 Sikorski (63.)

Strafzeiten: 20 / 12 + 10 (Vogl)