Im entscheidenden Spiel des Relegationsturniers, das in der heimischen Halle der Carl-Platz-Schule ausgetragen wurde, erzwang das Team den Match-Tiebreak, verlor aber nach einer 8:1-Führung komplett den Faden und musste am Ende der VG Baiersdorf/Marloffstein II gratulieren.

Zunächst bekam es die TSH mit dem Vertreter des Kreises Ost, dem TV Lauf, zu tun. Dieser hielt zwar ganz gut mit, musste sich am Ende aber mit 0:3 geschlagen geben. Aber auch gegen die Baiersdorferinnen, die in der Kreisliga den Schleuderplatz belegt hatten, musste Lauf glatt in drei Sätzen klein beigeben.

Aufgrund der Ausgangslage rechneten sich die Gastgeberinnen für das entscheidende Spiel durchaus Chancen aus, was sich im ersten Satz (25:21) auch bestätigte. Doch in den Sätzen 2 und 3 hatte die VG knapp die Nase vorn (25:20, 25:19) und brachte die Herzogenauracherinnen unter Zugzwang. Und diese drehten nun auf, entschieden den vierten Durchgang deutlich mit 25:13 für sich und legten auch im anschließenden Match-Tiebreak los wie die Feuerwehr: 8:1 führte die TSH zum obligatorischen Seitenwechsel, dann nahm das Drama seinen Lauf. Herzogenaurach schaffte es nicht mehr, das bis dato gezeigte druckvolle Spiel wieder aufzunehmen. Die VG kam in großen Schritten näher, wandelte einen Matchball der Gastgeberinnen zum 14:14 um und holte dann die beiden entscheidenden Bälle zum 16:14-Endstand.

Bei den Herzogenauracherinnen herrschte Fassungslosigkeit darüber, so kurz vor dem Aufstieg noch abgefangen worden zu sein. Die kommende Saison soll auf jeden Fall genutzt werden, um endlich - bestenfalls auch ohne Relegation - den Sprung in die Kreisliga zu schaffen. Das soll auch eine Entschädigung für die treuen Fans sein, die das Team zahlreich und lautstark unterstützten. red

TSH: Isabelle Bedner, Josephine Dittner, Sara Jacovljevic, Linda Hartmann, Marlen Lauckner, Jennifer Reck, Barbara Reinhardt


TC Höchstadt verzichtet auf die Relegation und kehrt in die Kreisliga zurück

Für die Volleyball-Damen des TC Höchstadt ist das Abenteuer Bezirksklasse nach einem Jahr wieder beendet. Das Team schaffte es zwar auf Rang 7 und hätte damit den Klassenerhalt noch über die Relegation schaffen können. Doch nach einer intensiven Mannschaftsbesprechung wurde beschlossen, diese Möglichkeit auszulassen und in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga Nord zu starten.
Ein Grund dafür ist, dass mit Elisabeth Dresel, Gabi Haus und Sonja Jonas erfahrene Kräfte ihren Rücktritt erklärt haben. Zudem zieht es Verena Trinkaus beruflich voraussichtlich Richtung München, sodass auch sie in der kommenden Saison nicht mehr dabei ist. Caroline Böckl wird aus privaten Gründen erst ab 2017 wieder zur Verfügung stehen.
Um die verbliebenen Spielerinnen Kristina Bechmann, Julia Dresel, Steffi List und Flora Tomicskó muss Trainerin Masoumeh Payamani nun eine neue, schlagkräftige Truppe aufbauen und wird auch gleich die Gelegenheit nutzen, ein neues Spielsystem einzuführen. Die U18-Spielerinnen Alisia Schell und Paula Lukaszewicz haben als Aushilfen bereits bewiesen, dass sie im Erwachsenenbereich gut mithalten können. Dazu kommen mit Fiona Geier, Jana Ganzmann und Randi Haus weitere vielversprechende Talente, die sich in der Kreisliga besser entwickeln können, weil der Druck dort nicht ganz so groß ist wie in der Bezirksklasse.