Unbestrittener Mann des Spiels: Milan Kostourek. Der Tscheche war beim 7:1 der Höchstadt Alligators gegen Regensburg an sechs von sieben Toren beteiligt. Damit sorgten die Höchstadter für die erst zweite Saisonniederlage des Titelaspiranten der Eishockey-Oberliga Süd.

Oberliga Süd

Höchstadt Alligators - Eisbären Regensburg 7:1 (2:1, 3:0, 2:0)

Keine müden Beine trotz langer Wartezeit auf der Autobahn aufgrund einer Vollsperrung: Die Eisbären legten gut los, bereits nach zweieinhalb Minuten klingelte es im Kasten von Goalie Benjamin Dirksen. Direkt nach dem 1:0 von Nikola Gajovsky setzte Michail Guft-Sokolov zum Gegenschlag an, der Puck landete aber an der Latte (3.). In der Folge versteckten sich die Höchstadter nicht, auch wenn die großen Chancen erst einmal ausblieben. Der Ex-Regensburger Guft-Sokolov probierte es allein gegen drei Regensburger, setzte sich aber nicht durch (12.). Doch Milan Kostourek zeigte, warum er als Kontingentspieler geholt worden war: Er biss sich im Regensburger Drittel fest und überwand den Torwart aus der kurzen Ecke (13.). Das Tor fiel in einer Höchstadter Überzahl. Die Alligators hatten sogar die Chance zur Führung, Niklas Jentsch brachte den Puck aber nicht an Goalie Patrick Berger vorbei (16.). Danach zeigten sich die Regensburger wütend, aber sie konnten sich nicht im Höchstadter Drittel festsetzen. Im Gegenteil: Ein Pass von Schlitzohr Kostourek reichte aus, um die gesamte Eisbären-Abwehr auszuhebeln. Jentsch erzielte das 2:1 sehenswert mit der Rückhand (19.). Obwohl die Gäste zum Start die Besseren waren, hatte sich Höchstadt diese Drittel-Führung verdient.

Einen Bully vor dem Kasten von Dirksen gewannen die Höchstadter (23.). Manuel Nix musste für zwei Minuten auf die Strafbank, doch die Unterzahl überstanden die Alligators schadlos. In diesem Abschnitt zeigten sich die Eisbären souveräner. Tomas Schwamberger und Peter Flache waren die herausragenden Spieler. Der HEC war für zwei Minuten ein Mann mehr, aber Regensburg wehrte jede Angriffsbemühung ab (32.). Sogar ein Gegenangriff gelang, wenn auch ohne Gefahr für Dirksen. Dann blühte Anton Seewald auf: Er leitete einen Angriff mit Jari Neugebauer und Kostourek ein und schloss selbst ab - 3:1 (33.). Und es wurde noch bitterer für Regensburg: Nachdem Gajovsky für vier Minuten auf die Strafbank musste, erzielte Kostourek das 4:1 (38.). Dadurch erlosch die erste Strafzeit für Gajovsky, dennoch musste er noch weitere zwei Minuten auf der Strafbank bleiben. Und dem noch nicht genug: Einige Sekunden später wiederholte Kostourek seinen Treffer zum 1:1. Höchstadt lag mit 5:1 in Führung. Gegen Regensburg. Dem Titelaspiranten. Der bis dato erst ein Spiel verloren hatten.

HEC-Trainer Mikhail Nemirovsky änderte nichts an seiner Taktik und seinen Reihen. Und machte damit alles richtig: Kostourek erzielte mit der Rückhand das 6:1 nach Vorlage von Guft-Sokolov (44.). Spätestens jetzt avancierte der Tscheche zum Mann des Spiels. Die Regensburger steckten aber nicht auf, auch wenn ihnen der Ärger und der Schock über diesen Zwischenstand von den Gesichtern abzulesen war. Dennoch war die Luft raus, die Höchstadter spielten den Vorsprung locker herunter. Jentsch machte den Deckel mit dem 7:1 drauf (58.).

Riessersee-Heimspiel angesetzt

Nach einem Corona-Fall beim Eishockey-Oberligisten SC Riessersee fielen die Spiele gegen die Höchstadt Alligators am 6. und 8. Januar aus. Zumindest eine Partie wurde nun neu angesetzt: Das Heimspiel gegen Riessersee ist für Dienstag, den 26. Januar (19.30 Uhr), geplant.