Eine unverhoffte Fügung widerfuhr Markus Mönius beim Familienurlaub in Rom: Der Trainer des LSC Höchstadt bekam eine Nachricht von Hindernis-Spezialist Martin Grau, den es auch in die ewige Stadt verschlagen hatte.

"Irgendwie hat es seine Managerin geschafft, ihm einen Startplatz über 3000 Meter Hindernis bei einem Diamond-League-Meeting zu verschaffen. Da kommt nicht jeder Leichtathlet hin. Jetzt fehlt Martin eigentlich nur noch ein Häkchen hinter WM und Olympia", berichtet Mönius, der sich mit Grau zum Sightseeing und zum gemeinsamen Essen traf. "Außerdem haben wir Zuschauerplätze direkt am Wassergraben bekommen und ich durfte Martin auch beim Warmmachen besuchen, obwohl ich keine Akkreditierung hatte."

Laut Mönius sei Graus Premiere bei der Diamond League ein tolle Erfahrung gewesen, die dem 26-Jährigen im Hinblick auf DM und EM im eigenen Land nur geholfen haben kann - unabhängig vom Ergebnis. Mit 8:37,20 Minuten und Rang 17 blieb der Biengartner unter seinen Möglichkeiten. "Dabei hat er es taktisch zunächst gut gemacht, sich am Ende des Feldes aufgehalten und die ersten beiden Kilometer in je 2:48 Minuten absolviert", sagt Mönius.

Dann allerdings hängte sich Grau an den Polen Krystian Zalewski, der eigentlich für gute Zeiten steht. Doch wie andere Europäer hatte sich auch Zalewski in diesem schnellen Rennen überschätzt und wurde immer langsamer. Als Grau dies merkte und überholte, war es schon zu spät. Und weil der Pole entnervt aufgab, war er auf den letzten 800 Metern auf sich allein gestellt. "Da war nichts mehr drin, obwohl eine Zeit von drei Minuten auf dem letzten Kilometer auf dem Niveau eigentlich nicht passieren darf. Aber ich bin zuversichtlich, dass Martin in dieser Saison unter 8:30 Minuten laufen kann", sagt Mönius.


Weisheit ist süddeutscher Meister

Andere Topläufer des LSC Höchstadt tummelten sich auf der Regensburger Laufnacht. Niklas Buchholz lieferte über 1500 Meter einen tollen Endspurt und schob sich im Endspurt noch von Rang 6 auf 2 (3:53,87). Brian Weisheit verbesserte sich über 3000 Meter Hindernis um fünf Sekunden und wurde in 9:17,69 süddeutscher U23-Meister. Theo Schell legte im gleichen Renne sogar um 20 Sekunden zu und knackte als bayerischer Vizemeister in 9:29,83 Minuten die Norm für die U23-DM.

Bernhard Weinländer hatte mit schweren Beiden zu kämpfen (9:49,45), und auch bei den 800-Meter-Läufern ging nur wenig zusammen. Marco Kürzdörfer ließ sich zu oft einkeilen und blieb als Vierter (1:54,19) fast drei Sekunden über der DM-Norm, Niklas Büchner kam ebenfalls nicht ins Rollen (1:58,44).