Ein Doppelschlag im zweiten Drittel leitete die zweite Niederlage des Höchstadter EC in Folge ein. Am neunten Spieltag der Eishockey-Bayernliga unterlagen die Alligators beim bisherigen Tabellen-Neunten ECDC Memmingen sogar mit 1:5. Aufgrund eines Unfalls auf der A 7 gab es einen verspäteten "Bully".


ECDC Memmingen - Höchstadter EC 5:1

Nicht wegen Glatteis, sondern wegen eines LKW-Unfalls standen die Alligators auf dem Weg ins Allgäu im Stau. Zudem musste die Polizei vor der Halle eine Rangelei zwischen den Fan-Lagern verhindern Die Partie wurde deshalb mit 20 Minuten Verspätung angepfiffen. Etwas mehr Berührungsängste als die Anhänger des HEC und ECDC schienen die Mannschaften zu haben. 0:0 stand es nach dem ersten Drittel, wobei Daniel Sikorski mit einem Pfostenschuss (11.) und Miettinen im Gegenzug gute Gelegenheiten hatten. Der Halb-Finne scheiterte an Alligators-Goalie Martin Fous.

Dass es trotz der Nullnummer ein kampfbetonter Abschnitt war, zeigte der Check von ECDC-Angreifer Krafczyk gegen Kopf und Nacken von Sven Gäbelein, der daraufhin behandelt werden musste und nicht mehr aufs Eis zurückkehrte. Die 1450 Fans auf den Rängen vertrugen sich inzwischen und sorgten für angemessene Bayernliga-Stimmung.


Gegentore lagen in der Luft

Die verging den Höchstadtern aber im zweiten Drittel: Die "Panzerechsen" verkrochen sich im eigenen Drittel, die "Indians" bliesen zur Attacke. "Trotzdem haben wir kaum Chancen zugelassen", erklärte HEC-Sprecher Stefan Hobner. Doch auf Zuspiel von Eskelinen und Dolezal hämmerte Kouba den Puck ins Gästetor (28.). Die Führung war verdient. Ärgerlich war der zweite Gegentreffer, als sich die Alligators in Überzahl auskontern ließen und Eskelinen allein vor Fous vollstreckte (35.). Pfalzer hätte sogar auf 3:0 erhöhen können.


Hoffnung keimte nur kurz

Im Schlussdrittel überstanden sowohl die Hausherren als auch Höchstadt zwei Minuten Unterzahl unbeschadet. Nachdem Ales Kreuzer seine Strafe abgesessen hatte, gelang ihm der Anschlusstreffer per Schuss in den Winkel (52.), doch Kouba - Memmingen war erneut nur zu fünft auf dem Eis - erstickte die HEC-Hoffnungen auf Pass von Krafczyk im Keim (54.).

Weigant, der clever von Eskelinen in Szene gesetzt wurde, sorgte für die Entscheidung (56.), ehe Rott auf Zuspiel von Zimmermann aus einer lange Zeit knappen Begegnung eine deutliche Angelegenheit machte (59.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Alligators zumindest mental schon nicht mehr auf dem Spielfeld.