Vor der sehr guten Kulisse von rund 600 Zuschauern am Kieferndorfer Weg erlebten die Alligators am Freitagabend ein Novum in der diesjährigen Bayernligasaison - sie lagen vor dem Schlussdrittel in Rückstand. Und dabei blieb es am Ende auch, weil der HEC trotz toller Moral gegen einen defensiv sehr gut eingestellten Gegner zu wenig Chancen generierte und für sein Kämpferherz nicht mehr belohnt wurde. Nun müssen am morgigen Sonntag in Buchloe weitere wichtige Punkte her, um das Erreichen der Playoffs so früh wie möglich in die Tat umzusetzen.

Höchstadter EC - ECDC Memmingen 1:2

Das Duell wurde vom Start weg auf Augenhöhe und auf hohem Niveau geführt. Chancen gab es auf beiden Seiten, auch begünstigt durch Strafzeiten, aber die Überzahl-Situationen brachten hüben wie drüben nichts ein. In der 8. Minute hatten die Alligators ihre beste Möglichkeit, doch der Konter über Hiendlmeyer und Vojcak blieb ungenutzt. Das rächte sich postwendend. Vom Billy weg kam der Puck zu Neumann, der von der blauen Linie abzog und an zwei, drei Gegenspielern zum 0:1 in Glasers Tor traf, dessen Sicht behindert war. Die Partie blieb ausgeglichen, Memmingen stand hinten massiv und ging robust zur Sache, der HEC hatte es schwer, durchzukommen. Nach einer weiteren Zeitstrafe verlor der Gastgeber dann etwas den Faden und hatte Glück, nicht noch den zweiten Gegentreffer zu kassieren. Erst in den letzten drei Minuten des Drittels kamen die Panzerechsen wieder auf, doch weder Babinsky noch Kaczmarek gelang der Ausgleich.

Grau lässt den HEC wieder hoffen

Im zweiten Durchgang hatten die Hausherren Anlaufschwierigkeiten, Memmingen stand dagegen gut und hatte das Glück auf seiner Seite: Ein Puck ins Rund, den Goalie Glaser hinter seinem Kasten aufnehmen wollte, wurde von einer Kante in der Bande vors Tor befördert, wo Pertl nur noch einzuschieben brauchte (26.). Die Alligators versuchten, das Spiel in den Griff zu bekommen, was aber nicht so recht gelang, zwei vereitelte Konterchancen blieben die einzige Ausbeute. Die Indians wirkten einen Tick wacher, doch nach einem Konter über Tomas Urban, der zunächst noch gestoppt wurde, gelang Thilo Grau aus dem Gewühl heraus doch der Anschlusstreffer (38.).
Zu Beginn des Schlussabschnitts hatte der HEC Glück, dass die Indians nur das Lattenkreuz trafen, warf dann aber alles in die Waagschale, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch der letzte Pass wollte einfach nicht gelingen und die disziplinierten Gäste aus dem Allgäu ließen weiterhin kaum Chancen zu. Zwar hatten auch die Panzerechsen noch einen Lattentreffer und Daniel Jun tauchte allein vor dem gegnerischen Tor auf (58.). Doch diese Aktion wurde ebensowenig belohnt, wie der Versuch, den Torwart für einen sechsten Feldspieler zu opfern.

Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC -ECDC Memmingen 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)

Höchstadter EC: Tor: Glaser, Schnierstein; Verteidigung: Sikorski/Kaczmarek, Cornforth/ Babinsky, Stütz/Goblirsch; Angriff: Jun/Lenk/Urban, Gulda/ Hiendlmeyer/Vojcak, Eyrich/Petrojannis/Grau, Meyer

ECDC Memmingen: Tor:Niemz, Reichelmeir; Verteidigung: Schmelcher, Hoffmann, Stotz, Tenschert, Neumann, Schirrmacher, Jainz; Angriff: Pertl, Aschenbrenner, Joanette, Polaczek, Zienteck, Becker, Rott, Kerber, Simon, Zimmermann, Krafczyk, Schweiger

SR: Markus Sperl, Jakub Klima, Oliver Mackert

Zuschauer:
600

Tore: 0:1 Neumann (9.), 0:2 Pertl (26.), 1:2 Grau (38.)
Strafzeiten: 10 / 8