Vier Spiele vor Schluss hat der FSV Großenseebach damit zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz der Kreisliga 1 ER/PEG. An der Tabellenspitze fuhren Heßdorf und Zeckern - nach zuvor fünf Partien ohne Dreier - einen knappen Sieg ein, machten gegenüber dem souveränen Primus aus Buckenhofen aber keinen Boden gut.

FSV Großenseebach - SpVgg Heroldsbach 3:0
Bei perfektem Fußballwetter begannen die Hausherren mutig. Ebayashi Masaru setzte einen Flachschuss vorbei (1.), wenig später verfehlte Alessandro Serias Freistoß sein Ziel deutlich (6.). Heroldsbach brauchte einige Minuten, um die Anfangsnervosität abzulegen.

Doch in den folgenden Minuten wusste die Hiltl-Elf zu gefallen. Die SpVgg erarbeitete sich mehr Ballbesitz, gute Gelegenheiten ließen nicht lange auf sich warten. Phillip Götz fand per Steilpass Fabian Dotzler, der aber am herauseilenden FSV-Torwart Julian Mirschberger scheiterte (7.). Nur Sekunden später landete eine missglückte Klärungsaktion bei Marcel Mideck. Freistehend verzog der defensive Mittelfeldspieler knapp (9.).

Die Hausherren waren gefordert, im weiteren Verlauf fand der FSV seinen Rhythmus. In die Karten spielte den Gastgebern, dass Rene Rattmann mit dem ersten starken Angriff direkt zur Führung traf. Sebastian Jakobs hatte geflankt, im Strafraum drehte sich der Torschütze um seinen Gegenspieler und schloss flach in die lange Ecke ab (23.). Kurz darauf hatte Jakobs selbst das 2:0 auf dem Fuß, SpVgg-Torwart Tobias Gügel verhinderte mit einer guten Reaktion Schlimmeres (29.).

Großenseebach drängte auf das zweite Tor, von Heroldsbach kam Offensiv wenig. Einzig Phillip Götz kam den Ausgleich nah, als ihm ein Pass von Patrick Steube in guter Position versprang (31.).

Ansonsten hatte der FSV mehr vom Spiel. Jakobs scheiterte kurz darauf erneut an Gügel, ehe Martin Seiferts abgefälschter Schuss nur knapp über die Latte strich (33.). Lange grämen mussten sich die Gastgeber allerdings nicht. Der darauffolgende Eckball landete über Umwege bei Kai Nuora, aus dem Getümmel setzte der Innenverteidiger das Leder ins Netz - 2:0 (34.). Bis zum Pausenpfiff bäumte sich Heroldsbach nochmals auf, doch Dotzler (40.) und Alexandru Laza (44.) fehlte das nötige Glück im Abschluss.


Deutliche Ansprache

Heroldsbachs Trainer Stefan Hiltl fand in der Halbzeitpause deutliche Worte für die Darbietung seiner Mannschaft, dies war bis weit aus dem Kabinentrakt heraus hörbar. Nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst wenig. Martin Schnappauf verpasste den dritten FSV-Treffer knapp (48.), auf der Gegenseite parierte Mirschberger einen Freistoß von Hannes Feeß (50.).

Aus dem Spiel heraus versprühte die SpVgg wenig Gefahr, Großenseebach präsentierte sich hingegen effizient. Sebastian Jakobs brach auf rechts durch und legte quer, im Strafraum hatte Martin Schnappauf wenig Mühe mit dem 3:0 (60.). Fortan zog sich der FSV zurück und verwaltete.
Heroldsbach mühte sich, zwingend wurde es allerdings selten. Nachdem Rene Rattmann (72.) und Martin Schnappauf (77./79.) die endgültige Entscheidung vergaben, bildete Alexandru Lazars fulminanter Fernschuss die erste klare Chance der Heroldsbacher in Abschnitt zwei (84.). Diese entschärfte Torwart Mirschberger stark. Ansonsten blieb eine Schlussoffensive aus. Christian Müller und Tobias Quaschner ließen noch zwei aussichtsreiche Konter liegen (88.).

"Wir sind gut reingekommen, aber Großenseebach hat zwei Tore gemacht. Sie wussten zu diesem Zeitpunkt wohl selbst nicht genau, warum. Danach haben wir den Faden verloren. Der FSV hat uns vorgemacht, was Abstiegskampf bedeutet. Wenn man in der 80. Minute das erste Mal aus dem Spiel heraus aufs Tor schießt, ist das dann einfach zu wenig", ärgerte sich SpVgg- Abteilungsleiter Dirk Mideck.

Ganz anders sah die Gefühlslage in Großenseebach aus. "Anfangs waren wir meganervös, am Ende waren wir heißer auf den Sieg. Wir haben nicht aufgehört und wollten immer nachlegen. Das wurde belohnt", freute sich FSV-Trainer Andreas Übler und ergänzt. "Trotzdem werden wir den Ball flach halten, denn der Abstiegskampf wird bis zum Schluss eng."