Einen neuen Streckenrekord hat es in diesem Jahr angesichts der großen Hitze beim Tanzenhaider Weiherlauf nicht gegeben. Beim Hauptlauf kamen von 93 Startern immerhin 86 bis ins Ziel, einige mussten dem Wetter aber Tribut zollen und stiegen ihrer Gesundheit zuliebe vorzeitig aus.

Mit einer Zeit von 38:50 Minuten gewann Andreas Raber von Flinke Füße Falkendorf im Hauptlauf über zehn Kilometer, gefolgt von Sebastian Zwosta von der LAC Quelle Fürth und dem Weisendorfer Oliver Brehm von den Brehm-Titan-Runners.

Tauber ist der neue Dorfmeister

Schnellster Oberreichenbacher war Burkhard Tauber, der knapp drei Minuten vor Titelverteidiger Lutz Finke ins Ziel kam und damit die Dorfmeisterschaft für sich entschied.

Auf der Strecke für den Hauptlauf gab es zwei Wasserverpflegungsstellen, die bei der enormen Hitze auch wichtig waren - und gerne angenommen wurden. So war auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Thomas Heisler, mit seinen Jungs zur Stelle und sorgte gerade nach dem anstrengen Lauf außerhalb des Waldes infolge einer langen Gerade mit einer Dusche für eine angenehme Abkühlung. "Über die Hälfte der Läufer machen von der zwischenzeitlichen Dusche sehr gerne Gebrauch, das hat sich in den letzten Jahren bewährt", so Heisler. Und in diesem Jahr noch mehr. Moderator Peter Meier hätte für eine neue Bestzeit zwar gern eine Flasche Sekt spendiert, aber auf Grund der Temperaturen hatte er ein besseres Angebot: Für die Zuschauer gab es ein Fass Freibier und eine Brotzeit in der Garage eines Anwohners an der Laufstrecke. "Und wem es nicht um die Laufzeit geht, der darf auch gern in den Dorfweiher springen und sich abkühlen, wenn er vorbeiläuft", so Meier.

Mit dabei waren auch zahlreiche Asyl-Suchende aus Äthiopien, die in Oberreichenbach untergebracht sind. Sie folgten der Einladung des SC Oberreichenbach, kostenlos am Weiherlauf teilzunehmen, sehr gerne - und das im Fastenmonat Ramadan.

Der Sieger des Hobbylaufs über 3000 Meter, Werner Bogendörfer vom SV Ickelsheim, lobte die Strecke und war sichtlich froh, trotz schöner Landschaft im Ziel zu sein. Der 42-Jährige brachte es auf den Punkt, gefragt, wie es denn so gewesen sei: "Schön warm".

Als erstes machten sich aber die Nordic-Walker auf die Strecke. Hier erkämpfte sich Manfred Schumacher (TS Herzogenaurach) den vierten Platz nach acht Kilometern. Sieger wurde Leon Terentiv vom Team Erdinger Alkoholfrei in 51:03 Minuten. Nicht fehlen durfte natürlich der obligatorische Bambini -Lauf. Eine Runde im Wohngebiet von Start zum Ziel, da gaben auch die Kleinsten alles und wurden mit Medaillen belohnt.

Rund 50 Helfer inklusive Sanitätsbetreuung und Feuerwehr waren im Einsatz. Auch ein Physiotherapeut bot seine Dienste nach dem kräftezehrenden Lauf an. Eine Massage brachte so manchen Teilnehmer wieder auf die Beine.