Peter - Reinhardt, Schmidt, Dörrich, Göller, Nahr, Staniszewski, Thomann, Amling, Jassmann, Ronneburg: So könnte eine Aufstellung des FC Herzogenaurach im 4-4-2-System aussehen. Alle diese Spieler standen aber nicht zu Verfügung, so dass den Mittelfranken nichts anderes übrig blieb, als dem FC Coburg zum ersten Saisonsieg zu gratulieren. Der Baiersodrfer SV gab sich mit einer Nullnummer zufrieden - genau wie der ASV Weisendorf in der Bezirksliga Mfr. Nord.

Landesliga Nordost: FC Coburg - FC Herzogenaurach 4:2

Zu viele Fehler im Aufbauspiel, zu viele Abstimmungsprobleme und Missverständnisse der Pumas verhinderten einen Punktgewinn der Gäste, die personell arg dezimiert den Wg nach Oberfranken angetreten hatten. Trotzdem begannen die Pumas engagiert, der Pfosten stand dem 0:1 im Weg (3.). Auf der anderen Seite landete ein Sonntagsschuss von Sener aus 28 Metern im Winkel (7.). Es war der Anfang vom Ende für die Herzogenauracher, die innerhalb weniger Minuten in ihr Verderben rannten: Eine Hereingabe von rechts erreichte den ungedeckten Mosert, der Reklin bei seinem Schuss keine Chance ließ - 2:0 (9.). Eine Minute später landete eine Kopfball-Abwehr bei Dilauro, der nur eine kurze Ballmitnahme und einen trockenen Schuss für das 3:0 brauchte. Vergeblich versuchten die Gäste, Ruhe ins Spiel zu bringen, während Coburg das Nötigste tat. Als die Pumas aber gedanklich schon in der Pause waren, schlug der FCC erneut zu: McCullough traf zum 4:0 (45.+3).

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Die Hausherren schonten die Kräfte, während Herzogenaurach trotzdem Mühe hatte, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Nur Schüsse von Rockwell (50.) und Mosert (60.), jeweils knapp neben das Tor, sorgten für etwas Aufregung. Erst in der Schlussphase wurden die Mittelfranken mutiger: Rockwell verzog knapp, der gerade eingewechselte Scheller traf nur das Außennetz. In der 81. Minute stand der ebenfalls eingewechselte Scarcella plötzlich frei vor Churilov im Coburger Tor und netzte überlegt ein. Zwei Minuten später flankte Scheller von rechts, und Rockwell konnte unbedrängt einköpfen. Nun wackelte die Hintermannschaft des FCC, und die Gäste setzten sich in der Coburger Hälfte fest. Müller traf die Latte, Tore fielen allerdings keine mehr. Die Hausherren feierten verdient den ersten Sieg in der laufenden Saison.

Landesliga Nordost: SV Memmelsdorf - Baiersdorfer SV 0:0

Der SV Memmelsdorf hat es verpasst, mit einem Sieg über den Baiersdorfer SV zu den Spitzenteams der Fußball-Landesliga Nordost aufzuschließen. Zur Kirchweih musste sich die torgefährliche Mannschaft von Trainer Rolf Vitzthum mit einem 0:0 begnügen. Kapitän Michael Wernsdorfer wurde bei den Hausherren schmerzlich vermisst, und Torjäger Dominik Sperlein, der bereits zehn Treffer erzielt hat, traf bei seiner einzigen vielversprechenden Chance in der 17. Minute nur das Außennetz.

Die Baiersdorfer standen sehr gut in der Abwehr und ließen die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen. Die 180 Zuschauer in der Schmittenau sahen eine schwache erste Halbzeit. Nach der Pause kamen die Gäste wie verwandelt aus der Kabine und erspielten sich einige gute Chancen. Nico Geier (46.) und Lars Reinhardt (52.) scheiterten aber in aussichtsreicher Position. Kurz darauf wäre den Memmelsdorfern fast auch noch ein Eigentor unterlaufen. In der Schlussphase gaben die Hausherren dann zwar noch einmal Gas, aber ein Treffer wollte an diesem Abend einfach nicht gelingen.

Bezirksliga Mfr. Nord: Türkspor Nürnberg - ASV Weisendorf 0:0

Nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen den TSV Neunkirchen tritt der ASV Weisendorf augenscheinlich auf der Stelle, vor allem in der Offensive macht das Team von Trainer Bernd Fuchsbauer noch zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Beim 1:1 gegen den ASV Fürth verschenkten die "Blumenzupfer" zwei Punkte, das 0:0 gegen den TV 48 Erlangen war ein Ergebnis, mit dem beide Teams leben konnten. Die nächste Nullnummer, die beim bis dato punktlosen Schlusslicht in Nürnberg zustande kam, steckt Fuchsbauer in die gleiche Kategorie. "Türkspor ist eine starke Mannschaft, und wenn alle Urlauber wieder da sind, boxt sich das Team da unten schnell raus und wird im Laufe der Saison weit vorn zu finden sein. Zu einer solch frühen Phase darf man sich nicht von der Tabelle blenden lassen", sagt Fuchsbauer, der das 0:0 als Punktgewinn sieht. Sein Team habe hinten gut gestanden und sich offensiv wieder zielstrebiger präsentiert als zuletzt.

"Ein 1:1 oder 2:2 hätte eher dem Spielverlauf entsprochen, Chancen waren auf beiden Seiten da. Man hat gemerkt, dass Nürnberg unbedingt die Wende schaffen wollte, deshalb war die Heimelf am Schluss auch etwas frustriert und hat sich wegen Undiszipliniertheit noch eine Gelb-Rote Karte eingefangen", berichtet der Weisendorfer Trainer, der seine Elf auf einem guten Weg sieht. "Wir haben jetzt vier Spiele und viermal nicht verloren. Wir sind dabei, das System umzustellen und eher aus einer geordneten Defensive herauszuspielen. Wir gehen dabei einen Weg der kleinen Schritte und sind noch in der Findungsphase. Aber die Mannschaft ist lernwillig und tritt mit einer guten Einstellung auf. Ich bin zufrieden", sagt Fuchsbauer.