Der massive Ausbruch von Infektionen mit dem Coronavirus in der Eishockey-Oberliga Süd hat nun auch den Höchstadter EC erfasst. Wie die Alligators am Montag bekannt gaben, sind sechs Spieler mit dem Virus infiziert. "Die Spieler haben keine oder nur leichte Symptome, das ist das Wichtigste," sagt Jörg Schobert, Sportlicher Leiter der Alligators.

Weitere Infektionen möglich

Nach dem positiven Befund beim Ligarivalen Lindau am vergangenen Donnerstag machte Höchstadt bei seinen Spielern Schnelltests. Dabei wurde ein Spieler positiv getestet. "Wir wollten uns das Ergebnis der Schnelltests durch PCR-Tests bestätigen lassen, da deren Resultate zuverlässiger sind", erklärt Schobert. Dabei kamen die sechs Infektionen heraus.

Die genaue Zahl der infizierten Spieler könnte sich aber noch erhöhen. "Wir haben die Spieler am Freitag und Samstag getestet, es stehen noch ein paar Ergebnisse aus", sagt Schobert. Gut möglich, dass noch weitere Alligators das gefährliche Virus in sich tragen.

Oberliga Süd im Krisenmodus

Der Höchstadter EC reiht sich damit in die Liste der Oberligisten ein, die in den vergangenen Tagen vom Coronavirus getroffen wurden. Neben den Lindau Islanders, bei denen 14 Spieler positiv getestet wurden, hat es neun Spieler der Riverkings Landsberg und drei Akteure der Starbulls Rosenheim erwischt. Bei Memmingen und Passau wurden einzelne Spieler ebenfalls positiv getestet, allerdings mussten die gesunden Spieler nicht in Quarantäne. Das Resultat waren zahlreiche Spielabsagen: Am Freitag und Sonntag fanden zusammen nur fünf Begegnungen statt.

Dass überhaupt gespielt wurde, machten kurzfristig vorgezogene Duelle von Teams wie Weiden oder Selb möglich, deren eigentlich angesetzte Partien abgesagt wurden. "Die Klubs, die noch spielfähig sind, haben das Beste aus der Situation gemacht. Das ist natürlich nicht die Welt, aber es gibt dadurch freie Termine", sagt Schobert.

Droht eine lange Zwangspause?

Wann die Alligators wieder spielen können, ist derzeit noch offen. "Die kommenden drei Partien werden nicht stattfinden, es könnten aber noch mehr Spiele ausfallen. Das liegt auch in den Händen des Gesundheitsamts. Das Mannschaftstraining ist erstmal eingestellt", erklärt Schobert. Vorerst bleiben die Alligators in Quarantäne.

Der Höchstadter EC begibt sich nun auf Ursachenforschung, wie Schobert erklärt: "Die Frage ist, wo die Infektionen passiert sind. Ein Problem können die vielen Busfahrten sein. Das müssen wir herausfinden." Nur so lasse sich klären, ob Höchstadt bei seinem Hygienekonzept nachbessern muss. Wie die Saison fortgesetzt wird, steht derweil in den Sternen.