Das Saisonziel ist erreicht, nach dem geglückten Aufstieg in die Eishockey-Oberliga beginnt für Daniel Jun die Abschieds-Tournee beim Höchstadter EC. Bis zu sechsmal könnte der 40-jährige Spielertrainer noch zusammen mit den Alligators auf dem Eis stehen und einer sieben Spielzeiten währenden Erfolgsgeschichte mit dem Gewinn der BEV-Play-off-Meisterschaft ein finales Kapitel hinzufügen.

Den ersten Schritt dorthin können Jun und Co. am Freitag, 16. März, machen. Zum Auftakt des Halbfinales, das im Modus "Best of three" (zwei Siege reichen zum Weiterkommen) gespielt wird, empfangen die Aischgründer um 20 Uhr den EV Lindau, der zuvor den HC Landsberg mit 4:1 Siegen ausgeschaltet hatte. Alligators und Islanders lieferten sich in den vergangenen Jahren immer packende Duelle - zuletzt in der Verzahnungsrunde. Nach der Aufstiegsreform 2016 waren beide Mannschaften neben dem damaligen bayerischen Meister aus Waldkraiburg in die Oberliga aufgerutscht.

Die Alligators schnitten in der Hauptrunde der vergangenen Saison besser ab als die beiden Mitaufsteiger und wussten auch in der Verzahnungsrunde zu überzeugen. Doch die Viertelfinals, in denen 2017 der Klassenerhalt klargemacht werden konnte, fanden nur für Lindau und Waldkraiburg ein erfreuliches Ende. Auch in dieser Saison spielten beide gegen den Abstieg und behaupteten sich erneut, so dass es jetzt oder spätestens in der kommenden Oberliga-Saison ein Wiedersehen mit den Alligators gibt.

Dann allerdings ohne Daniel Jun, der als Cheftrainer der Nachwuchsabteilung (DNL) beim ESV Kaufbeuren eine neue Herausforderung sucht und den HEC als Freund, Held, wenigstens aber aber als prägende Figur verlässt. Der 40-Jährige hat sich die Dankesreden und Lobeshymnen verdient, bekam das schönste Kompliment jedoch am vergangenen Freitag von Thomas Vogl, der den Trainerposten beim TSV Erding nach anderthalb Jahren abgibt und sich ebenfalls einer neuen Herausforderung stellt: "Ich war in Dorfen zwei Jahre lang Spielertrainer und weiß, wie hart dieser Job ist. Daniel hat das in Höchstadt jetzt sieben Jahre gemacht. Er ist einer der besten, wenn nicht der beste, den es in dieser Funktion aktuell auf dem Markt gibt."

Seine Fähigkeiten wird Jun in den kommenden Tagen noch seinem aktuellen Verein zur Verfügung stellen, um dem HEC das Jubiläumsjahr - im Mai wir 25-jähriges Bestehen gefeiert - mit einem weiteren Geschenk zu versüßen. "Ich hatte hier sieben wundervolle Jahre mit ganz vielen schönen und nur wenigen bitteren Momenten."