Lediglich eine Paarung gab es am Wochenende in der Bayernliga Nord. Grund ist nicht Corona, sondern der Toto-Pokal, indem auch der mittelfränkische Nord-Bezirksligist Weisendorf eine Mannschaft aus der fünfthöchsten Spielklasse empfing. In der Landesliga Nordost war aber tatsächlich ein Virus-Verdachtsfall der Grund für eine Absage.

Toto-Pokal, 1. Runde

ASV Weisendorf - SpVgg Ansbach 0:4

Weisendorfs Trainer Bernd Fuchsbauer hatte vor dem Spiel vor den langen Bällen und dem schnellen Umschaltspiel der Gäste gewarnt und sah sich von Beginn an bestätigt. Ansbach spielte schnell und schnörkellos in die Spitze und suchte das Sturmduo Patrick Kroiß und Sven Landshuter, das die Fünferkette der Hausherren einige Male in Verlegenheit brachte. Bereits kurz nach Anpfiff überlupfte Kroiß Weisendorfs Keeper Tom Wehner, stand aber knapp im Abseits. Nur wenige Minuten später klingelte es doch: Der ehemalige Eltersdorfer Tom Abadijew wurde lang geschickt und legte den Ball perfekt quer, so dass Max Tacazs  nur noch einschieben musste (10.).

Nur wenig später spielte Ansbach erneut zu schnell und der ASV verteidigte schlecht. Dieses Mal wurde Landshuter aus abseitsverdächtiger Position geschickt. Er umkurvte den Schlussmann und vollstreckte (13.). Nach einer Weisendorfer Chance zog Kroiß ab, Andreas Schmidt klärte knapp vor der Linie. Es ging weiter nur Richtung Gehäuse der Gastgeber. Nachdem Wehner einen Schuss von Landshuter pariert hatte, war der Schlussmann machtlos, als Andreas Schmidt ein Luftloch schlug, Kroiß durchlief und nach dem Umspielen des Torwarts locker zum 0:3 einschob (39.).

Kurz zuvor hatte Weisendorf mit einem Handspiel im Ansbacher Strafraum gehadert. Ehe die Seiten gewechselt wurden, hatten Tobias Geyer und Co-Trainer Tom Jäckel den Anschlusstreffer auf dem Fuß: Geyer tankte sich fein durch und hätte sich die Ecke aussuchen können, traf aber den Schlussmann der SpVgg, Jäckel scheiterte mit dem Nachschuss. "Schade, dass wir uns nicht mit einem Tor belohnt haben", sagte Fuchsbauer später.

Im zweiten Durchgang machte der Bayernligist nicht mehr als notwendig, wurde vom stärker werdenden ASV in der Defensive aber auch gut beschäftigt, schließlich hatte der Underdog spätestens jetzt nichts mehr zu verlieren. Doch weder Bastian Lange, noch Jäckel und Kapitän Tim Schmidt verwerteten die teilweise sehr guten Gelegenheiten. Stattdessen legte Tobias Dietrich in der Nachspielzeit für die Bezirkshauptstädter nach. "Wir haben uns ordentlich verkauft. Gerade in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, was die Mannschaft leisten kann. Dass man das nicht über 90 Minuten durchziehen kann, ist klar", resümierte der ASV-Coach. "Wir hatten auch einige Chancen, die müssen wir einfach besser nutzen. Ansbach hat hoch verdient gewonnen." BB

ASV Weisendorf: Wehner - Fahrian, Mehnert (79. Kreiner), Scharschmidt, A. Schmidt, Kratz (72. Pilz), Lange (59. Wild), T. Schmidt, D. Bretting, Geyer, Jäckel

Landesliga Nordost

Der Baiersdorfer SV verlor bereits am Freitagabend 2:5 beim TSV Kornburg. Drei Mal schlug Sebastian Schulik für den TSV zu (18., 47., 60.). Schadensbegrenzung betrieb Sven Wächter (67., 76.). Die Partie des FSV Erlangen-Bruck gegen den FC Vorwärts Röslau fiel aus. "Zwei unserer Spieler waren ziemlich krank, einer muss sich vom Arbeitgeber aus auf Corona testen lassen", erklärte Trainer Normann Wagner die Zwangspause der Brucker.

Der FC Herzogenaurach unterlag dem aufstrebenden Aufsteiger Kickers Selb mit 0:1, zudem verloren die Pumas, deren letzter Erfolg bald ein Jahr her ist, drei Spieler: Luigi Scarcella humpelte bereits nach drei Minuten mit einer Zerrung vom Feld. Marco Amling brach sich nach einem Foul die erst kürzlich verletzte Hand (18.). Auch Michael Thomann, der einmal den Pfosten getroffen hatte, wurde angeschlagen ausgewechselt (65.).

Bezirksliga Mittelfranken Nord

Zu spät kam das Tor von Steffen Geyer für den Bezirksligisten SC Adelsdorf: Der Anschlusstreffer beim FC Ottensoos fiel erst in der Nachspielzeit (90.+2) und reichte damit nicht mehr, um nach 0:2-Rückstand noch etwas Zählbares zu holen. Damit konnten die Adelsdorfer etwas überraschend nicht den Spielausfall der SpVgg Hüttenbach nutzen und zumindest vorübergehend nach oben auf Rang 4 springen.red