Der Höchstadter EC hat sich beim EC Peiting heftig blamiert. Nach einem bitteren zweiten Drittel verlor der HEC mit 3:13 (1:2, 2:7, 0:4).

Oberliga Süd

EC Peiting - Höchstadter EC 13:3

Mit veränderter Formation ging Höchstadt in Spiel: Die bis dahin zweite Angriffsreihe um Jari Neugebauer, Anton Seewald und Dimitri Litesov stand in der Startformation, das Offensivtrio um den früheren Peitinger Milan Kostourek rückte ins zweite Glied. Die Gastgeber traten nach 13 Gegentoren am Auftaktwochenende mit neu zusammengestellten Verteidigerpaaren an.

Dennoch wirkte Peiting verunsichert und leistete sich viele Fehlpässe. Höchstadt verteidigte souverän - und ging mit der ersten Chance in Führung: Nach gewonnenem Bully passte Michail Guft-Sokolov stark quer zu Manuel Nix, der zum 1:0 für Höchstadt traf (6.).

HEC-Goalie Benjamin Dirksen wurde zunächst kaum gefordert. Stattdessen weiter die Gäste: Seewald hatte das zweite Tor auf dem Schläger, doch Peitings Verteidiger Andreas Feuerecker rettete für den geschlagenen Florian Hechenrieder (14.).

Praktisch im Gegenzug glich Peiting dann aus: Über Martin Hlozek und Thomas Heger kam Nardo Nagtzaam an die Scheibe, ließ Max Cejka stehen und traf oben rechts (15.). Eben noch als Vorlagengeber, netzte Hlozek anschließend selbst ein: Von Daniel Reichert eingesetzt traf Hlozek zum 2:1 für Peiting (18.).

Höchstadt fällt auseinander

28 Sekunden war das zweite Drittel alt, da traf Peitings Alexander Winkler aus der Distanz zum 3:1. Der HEC wurde nun eingeschnürt und Peiting spielte sich in einen Rausch: Martin Mazanek (24.) traf von der Blauen Linie in den Winkel, 16 Sekunden später tunnelte Aziz Ehliz nach Steilpass von Dennis Neal Keeper Dirksen und erhöhte auf 5:1.

Alligators-Coach Mikhail Nemirovsky reagierte mit einer Auszeit und durfte kurz danach das zweite HEC-Tor feiern: Die erste Strafzeit der Partie, ausgesprochen gegen Peitings Ty Morris, nutzte Jari Neugebauer zum ersten Höchstadter Powerplay-Tor der Saison (26., Assists: Martin Vojcak, Seewald). Doch der Hoffnungsschimmer verblasste schnell. Erst stellte Nagtzaam den alten Abstand wieder her (30.), dann nutzte Lukas Gohlke ein Powerplay zum 7:2 (32.).

Längst war das Spiel entschieden, für die Alligators ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Doch das klappte nicht: Auflösungserscheinungen beim HEC, Simon Maier stellte auf 8:2 (37.), ehe Guft-Sokolov verkürzte (38.). Noch vor dem Schlussdrittel traf Maier erneut - in Unterzahl, nach einem Höchstadter Scheibenverlust.

Im Schlussabschnitt wurde es zweistellig: Förderlizenz-Goalie Filip Rieger, der mittlerweile für Dirksen im Kasten stand, war gegen Manuel Bartsch chancenlos (46.). Auch Ehliz durfte nochmal (47.). Mit 5:11 verlor Höchstadt in der Vorsaison gegen Regensburg. In Peiting wurde es noch schlimmer: Pius Seitz (51.) machte das ganze Dutzend voll, während dem HEC zweimal der Pfosten im Weg stand. Heger gelang sogar das 13:3 (58.). Dann war der Höchstadter EC erlöst.