Mit ihrem Kronenfest pflegen die Siebenbürger Sachsen in Herzogenaurach eine alte Tradition. Schon vor hunderten von Jahren markierte es den Beginn der schweren Feldarbeit, war also eine Art Vor-Erntedankfest. Begonnen hatte das Kronenfest, zu dem die Siebenbürger Volkstanzgruppe Herzogenaurach in die Weihers-bach-Anlagen eingeladen hatte, mit einer kirchlichen Andacht auf dem Festplatz.
Der Nachmittag wurde mit dem gemeinsamen Aufmarsch aller Tanz- und Trachtengruppen eröffnet, und die vielen Zuschauer konnten die Vielfalt der prächtigen Trachten bewundern. In siebenbürgischer Tracht präsentierten sich die Kindertanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürnberg, die Kinder- und Jugendtanzgruppe Herzogenaurach und die Banater Trachtengruppe Nürnberg. In fränkischer Tracht waren die Volkstanzfreunde Frauenaurach nach Herzogenaurach gekommen.
Die Vorbereitungen für das Fest, das Binden und Aufstellen der zwei Kronen hatten am Vortag die Mitglieder der Jugend- und Erwachsenentanzgruppe, unterstützt von den treuen Helfern der Nachbarschaft Herzogenaurach, getroffen.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Gerhard Berner wurde durch den Altknecht Martin Faff der Kronenbaum erklommen und die Kinder unter dem Baum wurden mit herabregnenden Süßigkeiten belohnt. Der Ehrentanz des Jungknechtes Fabian Barte und der Jungmagd wurde mit viel Beifall belohnt. Nach seiner Rückkehr auf festen Boden tanzte der Altknecht mit der Altmagd Corinna Faff den Ehrenwalzer.
Bei diesem besonderen Tag durften auch die bekannten siebenbürgischen Spezialitäten wie Mici, Baumstriezel und Hanklich nicht fehlen. Die Siebenbürger pflegen mit dem Kronenfest nicht nur ihr Brauchtum und bringen es der Bevölkerung näher, sondern zeigen dadurch auch die Verbundenheit zu ihrer alten Heimat, lobten die Grußwortredner.