"Nach bisherigem Ermittlungsstand haben wir keine Hinweise auf einen technischen Defekt." Das sagt Michael Petzold, Sprecher des Polizeipräsidiums mit Blick auf das schwere Schiffsunglück auf dem Europakanal bei Erlangen. Es stünden zwar noch Gutachten aus, jedoch hätten die Sachverständigen ihre Arbeit weitestgehend abgeschlossen.

"Es deutet vieles auf menschliches Versagen hin", so Polizeisprecher Petzold. In der Nacht zum Sonntag, 11. September, hatte in Erlangen ein Kreuzfahrtschiff in Richtung Ungarn abgelegt und war nahe Frauenaurach an eine Brücke gestoßen. Normalerweise hätte sich das Führerhaus einfahren müssen. Zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die rund 180 Fahrgäste, vorwiegend Senioren aus Nordamerika, wurden vom havarierten Schiff evakuiert.

Zur Zeit wird in Erlangen über eine Sanierung des Erlanger Hafens diskutiert. Bereits 170 Buchungen von anlegenden Schiffen gibt es für nächstes Jahr. Urlauber der Touren Richtung Ungarn sind zumeist nordamerikanische Touristen.