Nach den letzten sehr heißen Augusttagen waren ausgerechnet am Tag der ersten Kultur-Rock-Nacht Regen und Gewitter angesagt. Bis zum letzten Moment bangten die Veranstalter und Organisator Kurt Hupka. Doch der Himmel hatte ein Einsehen, der Regen hörte rechtzeitig auf und die rund 150 Besucher konnten bei angenehmen Temperaturen auf dem Gelände der Soli die Rocknacht mit "Night Patrol" genießen.

Coronabedingt fielen fast alle geplanten Auftritte der Band aus, unter anderem am Altstadtfest in Herzogenaurach. Als Bandproben im Übungsraum bei der Soli wieder möglich waren, organisierte der Band-Chef Kurt Hupka innerhalb von zwei Wochen das Event, das mit den Behörden abgestimmt wurde. Wie jeder Verein leidet auch die Soli unter fehlenden Einnahmen durch abgesagte Veranstaltungen. So kommt der Erlös dem Verein zugute.

Natürlich gab es einige einschränkende Regelungen. Maskenpflicht bestand, sobald der Platz verlassen wurde. Tische und Bänke standen in großzügigem Abstand zueinander - um nur einige zu nennen.

Im Vorfeld wurden 100 Plätze reserviert. Für Spontanentschlossene waren noch Eintrittsbändchen erhältlich. Abseits des zugewiesenen Tisches bestand Maskenpflicht. Maske vergessen? Kein K.O.-Kriterium, denn an der Abendkasse konnten Masken gekauft werden.

Nach der Begrüßung durch Kerstin Mühlhans richtete der Zweite Bürgermeister Georgios Halkias ein paar Worte an das Publikum. Er weckte die Hoffnung, dass durch die konsequente Einhaltung der Corona-Vorschriften weitere solche Veranstaltungen stattfinden könnten.

Die Vorfreude des Publikums stieg, als "Night Patrol" die Bühne betrat. Kurt Hupka (Drums, Gesang). Daniel Coppini (Gitarre), Andy Thämel (Leadgitarre), Roland Gottschalk (Bass) und Reinhard Bub (Gesang, Gitarre, Drums) widmen sich mit Begeisterung und Hingabe dem Classic-Rock der 70er und 80er Jahre - und jedem anderen Rock, der ins Ohr und in die Beine geht. Das bewiesen sie vom ersten Takt an. Ein Rock-Kracher jagte den nächsten. Die Stimmung stieg von Song zu Song und fuhr den Gästen in die Beine. Ob Rolling Stones, Marius Müller-Westernhagen ZZ Top oder Ozzy Osbourne - alles, was fetzt, war vertreten. Zwar verhinderten die Abstandsregeln, dass vor der Bühne getanzt wurde - aber auf den zugewiesenen Tischen und Bänken war tanzbegeistertes Publikum zu sehen.

Birgit Jentsch

Der Link zum Video: https://youtu.be/Bc8edZzLe7A