Auf dem Heinershof tut sich was! Das ist eigentlich normal, denn in Schulbauernhof, Kinderhort und Umweltstation herrscht schon "von Natur aus" pralles Leben. Seit 2013 haben mehr als 2600 Jugendliche mit ihren Pädagogen die Einrichtung besucht. Sie haben in der Landwirtschaft mitgearbeitet, Tiere versorgt, mit dem Team der Einrichtung gekocht, gebacken und gegessen, Bäume gepflanzt und Umweltthemen im wahrsten Sinn des Wortes "beackert".

In diesem Jahr hat der Vorstand mit Tina Sickmüller an der Spitze jedoch noch Großes vor: Handwerker werden in den einstigen Bauernhof einziehen. Denn das Hofhaus, ein Nebengebäude des einstigen landwirtschaftlichen Anwesens, soll samt Dach saniert und umgebaut werden. Dort wird in dem alten Holzbackofen der einstigen Besitzer auch heute noch einmal in der Woche Brot gebacken.


Käse soll im Gewölbe reifen

Bäckermeister (im Ruhestand) Geo Paulus aus Sambach sorgt allwöchentlich dafür, dass dem Heinershof das eigene Brot nicht ausgeht. Mit dem Umbau soll neben dem Backofen eine "Back- und Käseschule" eingerichtet werden. Einen "Reifekeller" gibt es bereits: Im bestehenden Gewölbekeller unter dem Hofhaus können die selbst erzeugten Käseprodukte für den Verzehr heranreifen. Laut Zeitplan sollte die Umbaumaßnahme bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Das werde wohl nicht ganz klappen, meint Gerhard Sickmüller, Schatzmeister des Heinershof-Vereins.

Nach der Kostenschätzung wird das Umbauprojekt 330 000 Euro verschlingen. Die Kosten werden aus dem Leaderprogramm, von der Oberfrankenstiftung und von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft gefördert. 120 000 Euro muss der Heinershof jedoch an Eigenleistung aufbringen. Wie Schatzmeister Sickmüller erklärt, klafft in der Finanzierung derzeit noch eine Lücke von 55 000 Euro. Alles, was dazu beiträgt, das Projekt zu schultern, ist dem Heinershof-Team daher sehr willkommen. Spenden ebenso wie "Helfer am Bau".

Wobei es schon viele Freunde, Firmen und ehrenamtliche Helfer gibt, die den Heinershof mit Geld- und Sachspenden unterstützen oder bei anstehenden Arbeiten Hand anlegen. Von den beteiligten Ebrachgrundgemeinden hat bislang nur Pommersfelden einen Zuschuss in Höhe vom 3000 Euro zum Umbau des Hofhauses beschlossen. Der Schatzmeister hofft nun auch auf Unterstützung der Nachbargemeinden Mühlhausen und Wachenroth.


Einrichtung ist gut besucht

Mehr als 200 Kinder haben im vergangenen Jahr jeweils eine Woche die Ferienprogramme mit Themen wie "Burg Storchenstein", "Von Bibern, Burgen, Baumeistern" oder die "Heinershofer Handwerkerwoche" besucht. Von März bis Mitte November waren fast jede Woche Klassen zu Gast. Der Kinderhort ist aktuell mit 44 Plätzen in zwei Gruppen belegt, die von pädagogischen Fachkräften betreut werden. Für die Schule von Mühlhausen organisiert der Heinershof die Mittagsbetreuung für fünf Klassen.

"Baum und Löwenzahn - eine neue Kultur der Zeit pflanzen" ist der Titel des Jahresprojekts 2018, das sich rund um das Thema Zeit dreht. Das Thema greift der Heinershof auch mit seinem "Löwenzahnfest" am Sonntag, 6. Mai, ab 10 Uhr auf. Bei dem kunterbunten Familienfest warten viele kreative Mitmachangebote, Hofführungen, Spaziergänge mit Tieren und Geschichten auf große und kleine Besucher.