Die 74-jährige Rentnerin hatte bereits im Frühjahr 2020 eine Bettlerin kennengelernt. Im Verlauf dieser Bekanntschaft gab die 34-jährige Tatverdächtige vor, dass sie eine Tochter habe, die an Leukämie erkrankt sei und für die notwendige medizinische Behandlung Geld benötigen würde. Aus diesem Grund hatte die 74-Jährige der vermeintlich hilfsbedürftigen Frau immer wieder hohe Geldbeträge übergeben oder auf Konten ins Ausland überwiesen. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll auf diese Weise über den Zeitraum von mehreren Monaten ein Gesamtbetrag von rund 40.000 Euro zusammengekommen sein.

Als die Tatverdächtige in den letzten Tagen erneut den Kontakt mit der Seniorin aufnahm und diese unter anderem dazu bringen wollte, einen fünfstelligen Geldbetrag von einem Konto abzuheben, schaltete der Sohn der Frau die Polizei ein. Als er von einem geplanten Treffen mit der Betrügerin berichtete, fahndeten zivile Polizeibeamte gestern Nachmittag nach der Frau. Die konnte schließlich in der Nähe von Heroldsberg festgenommen werden.

Bei der Überprüfung der Tatverdächtigen stellten die Beamten fest, dass gegen die Frau in anderer Angelegenheit bereits ein Haftbefehl bestand. Unabhängig davon stellte die Staatsanwaltschaft auch aufgrund des aktuellen Betrugsfalls Haftantrag gegen die Frau. Die weiteren Ermittlungen gegen die 34-Jährige führt nun das Fachkommissariat für Trickbetrug bei der Nürnberger Kriminalpolizei.

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