Zunächst unbekannte Böllerwerfer haben am Freitagabend in Herzogenaurach für Aufsehen gesorgt. In der Zeit von 22.20 bis 1.00 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Mitteilungen über Schüsse und gezündete Böller im Stadtgebiet ein. Überprüfungen durch die Polizei verliefen aber ergebnislos. Zunächst gelang es nicht, die Ursache des Lärms konkret ausfindig zu machen.

Später stellte sich heraus, dass der oder die Böllerwerfer offensichtlich mit einem Auto im Stadtgebiet unterwegs waren. Denn die Mitteilungen waren beendet, als ein Verkehrsunfall auf schneeglatter Fahrbahn mitgeteilt wurde.

Auf der Verbindungsstraße zwischen Falkendorf und Münchaurach war ein Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen. Die gegen 01.05 Uhr eingetroffene Streife stellte fest, dass ein junger Fahranfänger - sein Führerschein wurde am 07.02.2018 ausgestellt - aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und einer gesunden Portion Selbstüberschätzung auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Opel Astra verloren hatte.
Der Wagen geriet nach rechts von der Fahrbahn ab und tauchte schlussendlich im tiefgefrorenen Acker ein. Am Auto entstand laut Polizei Totalschaden. Die fünf Fahrzeuginsassen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Damit wäre die Sachbearbeitung für die Polizei Herzogenaurach abgeschlossen gewesen. Allerdings stellten die Beamten dann bei einem Insassen des Fahrzeugs diverse Böller fest, welche offensichtlich den Abend über ständig im Stadtgebiet gezündet wurden.

Die Böller wurden sichergestellt. Den jungen Mann erwartet nun eine Anzeige nach dem Sprengstoffgesetz. Sein Fahrer muss sich zudem wegen der Folgen des Verkehrsunfalls verantworten.