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Schaeffler: Mitarbeiter protestieren in Hirschaid gegen Stellenstreichungen

Am Mittwoch gibt es einen bundesweiten Aktionstag. Die Mitarbeiter von Schaeffler wollen deutschlandweit gegen die Stellenstreichungen protestieren. Auch Standorte in Franken wollen sich dagegen wehren.

Schocknachricht vergangene Woche: Der Vorstand des Schaeffler Konzerns hat die Arbeitnehmervertreter im Wirtschaftsausschuss über ein geplantes Maßnahmenpaket informiert. Dieses Paket beinhaltet die Schließung mehrerer Standorte sowie einen Personalabbau von insgesamt 4400 Stellen in Deutschland. Zusätzlich wird der Konzern durch zahlreiche Produktverlagerungen massiv umstrukturiert.

Im Bereich der IG Metall Bamberg sind am Standort Hirschaid und in Höchstadt im Landkreis Erlangen-Höchstadt insgesamt jeweils ca. 1500 Menschen beschäftigt. Beide Standorte sind laut einer Pressemitteilung der IG Metall von den Maßnahmenpaketen betroffen: der Standort Hirschaid mit 95 Stellen, der Standort Höchstadt mit 445 Stellen. Auch  am Hauptsitz in Herzogenaurach sollen 1200 Stellen gestrichen werden.

Protestaktion: IG-Metall ruft zu bundesweitem Aktionstag auf

In Höchstadt soll die komplette Industrie-Sparte des Konzerns ausgegliedert werden, dies betrifft knapp ein Drittel des gesamten Standortes.

Deshalb ruft die IG Metall die Beschäftigten bei Schaeffler heute zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Auch an den beiden von der IG Metall Bamberg betreuten Standorten wird es Aktionen geben, mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen die geplanten Maßnahmen demonstrieren.

Am Standort Hirschaid findet um 11 Uhr eine offene Betriebsratssprechstunde statt. Der Betriebsrat von Schaeffler Hirschaid wird die Beschäftigten über die geplanten Maßnahmen des Arbeitgebers informieren. Die Aktion ist vom Werkstor aus gut zu sehen und zu hören.

Aktionstag: Auch Familienmitglieder protestieren

Am Standort Höchstadt finden heute ab 14 Uhr mehrere Aktionen statt. Vor dem Werkstor werden die Familienangehörigen der 445 Kolleginnen und Kollegen, deren Arbeitsplatz abgebaut werden soll, stehen. Im Werk selbst wird es eine Menschenkette geben, die symbolisch darstellt, dass die Beschäftigten weiterhin an einem Strang ziehen werden. In einer weiteren Aktion wird die Industrie-Sparte in Höchstadt mit einem Karton-Sarg sinnbildlich zu Grabe getragen.

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Im Rahmen einer außerordentlichen Betriebsversammlung werden neben dem Betriebsratsvorsitzenden, Roland Holler und dem IG Metall Betriebsbetreuer Martin Feder auch Gäste aus der Politik und der Kirchen zu den Beschäftigten sprechen.

Auch diese Aktionen sind von den Werkstoren aus gut einzusehen. 

Foto: Günter Flegel