Mit lauter Musik und Transparenten zogen am Freitagnachmittag etwa 25 Menschen durch die Innenstadt, um am Interimsrathaus einen offenen Brief an Bürgermeister German Hacker zu übergeben. Ihre Forderung: Der "Bürgermeister des Friedens" möge einen Brief unterschreiben, mit dem die Bundesregierung angehalten wird, Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen.

"Herzogenaurach hat Platz", riefen die Aktivisten, unter ihnen auch Mitglieder und Stadträte der Grünen und der "Partei". Herzogenaurach solle zum sicheren Hafen werden.

Hacker empfing die Gruppe, hörte die Forderungen an und gab den von Thilo Schaufler vorgetragenen Aussagen zum Teil auch Recht. Er stellte auch fest, dass der Kreistag zum Thema bereits einen Beschluss gefasst hat. Es stehe außer Frage, dass die Situation vor Ort in Moria untragbar sei. Die Bundesregierung müsse handeln, das sei richtig. Hacker sagte aber auch, dass Herzogenaurach durchaus ein sicherer Hafen sei und das auch bleiben werde. Ein sicherer Hafen besteht seiner Meinung nach dort, "wo man sicher ist und wo einem geholfen wird."

Hacker distanzierte sich aber von vorgetragenen persönlichen Angriffen gegen Bundestagsabgeordnete.