Einer der Höhepunkte der Weingartsgreuther Kerwa war das Baumaufstellen am Samstag. Die Kerwasborschn und die Kerwasmadli legten sich mächtig ins Zeug. Gegen 11 Uhr sind sie im Wald losgelaufen und bereits vor 15 Uhr waren sie am Schloss angekommen. Endlich gab es kühlende Getränke vom Weichleins Wirt.

Nach einer süffigen Pause - natürlich mit Musik - zog der dicke Traktor, Marke Schlüter Super 1050 V, Baujahr 83, den von den Madli geschmückten Baum zum Kronensaal. Der "glaa Geyer" und sein Bruder Jonas hatten den Traktor schon vor zwei Jahren frisch restauriert und ein bisschen getunt, dass er Kraft hat, den Baum zu ziehen.

Voran zogen die Weingartsgreuther Musikanten, und so wechselten sich Musik und deftige Kerwasliedla ab. Gut gestärkt schafften es dann auch alle bis zum Kronensaal. Dort stemmten die Kerwasborschn mit vereinten Kräften unter der Regie von Klaus Endres, dem Kerwasbaam-Capo - nicht zu verwechseln mit Philipp "Tinator", dem Kerwas-Capo - den 23 Meter langen Baum in die Höhe. Der stand in weniger als einer Stunde dann kerzengerade da.

Schlachtschüssel

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte um 10 Uhr eine Schlachtschüssel im Hof des Landgasthofs Weichlein die Kerwa eingeläutet. Die Weingartsgreuther Musikanten stimmten abends im Wirtsgarten mit Polkas, Märschen und Fränkischen Kerwa-Liedli ebenfalls auf die Kirchweih ein und bei frisch gezapftem "Spezial", einem altfränkischen Landbier, ließ es sich gut feiern. Das Heimspiel der Alten Herren der Spielgemeinschaft FSV Weingartsgreuth am Freitag lud um 17 Uhr auf dem FSV-Sportplatz zum Zuschauen ein und um 19 Uhr stieg die große FSV Kerwasparty mit DJ Jan am FSV-Sportplatz. Zum Essen verlockten Köstichkeiten vom Grill. Am Samstagabend spielten die "Lustigen Reichmannsdorfer" zum Kerwastanz auf.

Am Sonntag nach dem Festgottesdienst in der Schlosskirche ging es mit dem alljährlich üblichen Kerwasprogramm und einem Fußballspiel der Gastgeber gegen den SV Waizendorf weiter. Das Wetter war perfekt und alle Weingartsgreuther konnten mit vielen Gästen ausgelassen das ganze Wochenende ihre Kerwa feiern.

Zum krönenden Abschluss dürfen am Montagabend nach dem Weißwurstfrühschoppen alle noch einmal kräftig das Tanzbein schwingen, aber nicht bevor die Küchle zamg'spillt sind. Nach dem Kaffeeklatsch sorgen ab 19 Uhr die "Wolpertinger" für die rechte Kerwastimmung im Kronensaal.

Vom Kerwaerlös wird meist die Kirche unterstützt und natürlich haben die Kerwasmacher auch immer was für die Verschönerung des Ortes übrig.