Bewohner, deren Angehörige und weitere Gäste erlebten unlängst bei einem kulturellen Nachmittag im BRK-Heim Etzelskirchen, wie sich ein Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen gestalten kann. Heimleiter Jan Pyschny begrüßte die Gäste, Emigranten aus Syrien und anderen Krisenländern, und hob hervor, wie wichtig die Aufnahme von Menschen ist, die wegen Verfolgung, Krieg und Konflikten eine neue Heimat suchen.

Das kurzweilige Programm eröffneten die "MC-Spatzen" vom evangelischen Kindergarten "Matthias Claudius". Die kleinen Sänger mahnten mit ihren frischen Kinderliedern den Frieden an, den die heutige Welt so dringend nötig hat. Mit ihrem abschließendem "Engelchen-Lied" wünschten sie sich, dass sich alle Herzen öffnen mögen für die Sorgen und Nöte der Menschen neben uns und dass wir erkennen, "dass uns Gott unendlich liebt!"

Die syrischen Kinder Rosel (10), Haider (12), Lujayn (10) und Rayan (13) lasen in gutem Deutsch Geschichten aus ihrer Heimat. Rosel und Haider sind seit eineinhalb Jahren in Deutschland und Lujayn und Rayan seit drei Jahren.


Geschichten vom Frieden

In ihren beiden Geschichten erzählten sie von einer kleinen weißen Wolke, die sich mit dem Wind anfreundete, und von irgendwo sich nutzlos langweilenden, prallen Regenwolken. Die kleine Wolke führte diese zu einem von Trockenheit geplagten Land und brachte so den Regen dorthin. Die zweite Geschichte "Sonne und Mond" berichtete davon, dass der Mond als König der Dunkelheit und die Sonne als Königin des Lichtes anfangs gegeneinander Krieg geführt hatten, doch letztlich sich anfreundeten und Frieden schlossen zum Wohle der Menschheit.

Soungallo Magassa machte in Kurzfilmen mit dem Leben in verschiedenen Ländern Afrikas bekannt, und draußen auf dem Hof gaben dann die Männer und Frauen aus Syrien ein lebendiges Beispiel ihrer zurückkehrenden Lebensfreude. Herausragend war die kurdische Folklore von Abdulrahman Mutsu auf seiner virtuos gespielten Hirtenflöte, begleitet durch das Trommeln auf der Dschembe und der Tabla durch Viktor Ozobiara. Improvisierend gesellte sich dazu noch der Ukrainer Timofej Schetschanian mit seiner Gitarre.