Rund 250 Impfungen wurden am Montag, 25. Januar, im Impfzentrum Erlangen-Höchstadt verabreicht. Das seien aber nicht die ersten Impfungen , die verabreicht wurden, betont Bodo Birk. Der 53-Jährige ist Mitglied der Koordinationsgruppe des Impfzentrums . Die ist verantwortlich für die Organisation und den Aufbau des Impfzentrums im ehemaligen Gebäude des Sportladens "Eisert" in der Sedanstraße 1 in Erlangen .

"Zuvor war es am wichtigsten, erst die Menschen mit der höchsten Priorität, also Menschen in den Seniorenheimen und in höherem Lebensalter zu impfen", hält Birk fest. Es mussten Rettungssanitäter , Menschen in Pflegeberufen und Menschen mit höherem Risiko geimpft werden. Das wurde bislang mit mobilen Impfstationen gehandhabt, obwohl das Impfzentrum bereits seit dem 7. Dezember steht.

Impfen in fünf Kategorien aufgeteilt

"Wir hätten bereits früher anfangen können. Wir hatten sogar schon erste Termine, die wir dann aber wieder verschieben mussten, weil der Impfstoff noch nicht in dem Ausmaß verfügbar war, in dem wir ihn gebraucht hätten", erklärt Birk. An diesem Tag wurden erstmals Menschen geimpft , die sich über das Anmeldeformular der Stadt dafür gemeldet hatten. Das betonen auch die Mitarbeiter des Impfzentrums .

Das Impfen im Impfzentrum ist in fünf Kategorien aufgeteilt: Anmelden, aufklären, impfen, beobachten und abmelden.
Andreas Hofbauer

Das Impfen im Impfzentrum ist in fünf Kategorien aufgeteilt: Anmelden, aufklären, impfen, beobachten und abmelden. In jedem Bereich stehen zahlreiche Stühle als Wartemöglichkeiten bereit, bis die Menschen von einer in die nächste Station vorrücken können - selbstverständlich mit ausreichend Abstand und stetiger Desinfektion . FFP2-Masken sind ohnehin Pflicht.

Bei "Aufklären" wird den Menschen zuerst ein Aufklärungsfilm über die Funktionsweise des mRNA-Impfstoffs gezeigt, der anschaulich zeigt, wie genau der Impfstoff wirkt. Sollte es im Anschluss noch Fragen geben, stehen im Impfzentrum pro Schicht immer mindestens fünf Ärzte bereit, die sich der Fragen der Menschen annehmen können. Bei Bedarf geschieht dies auch diskret in einem getrennten Raum, der extra errichtet wurde, um sich intensiv mit den Sorgen und Bedenken der Bürger auseinandersetzen zu können.

Bei "Aufklären" wird den Menschen zuerst ein Aufklärungsfilm über die Funktionsweise des mRNA-Impfstoffs gezeigt, der anschaulich zeigt, wie genau der Impfstoff wirkt.
Andreas Hofbauer

Anschließend geht es in die erste Etage, zum eigentlichen Impfvorgang. Ein großer an der Decke montierter Monitor zeigt, wer mit welcher gezogenen Nummer als nächster geimpft werden kann, leicht vergleichbar mit der Zulassungsstelle .

Sicherheit steht an erster Stelle

Die Impfungen werden von Mitarbeitern des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) verabreicht. Danach sind mindestens zwei Betreuer vor Ort, um die Menschen zu beobachten und etwaigen allergischen Reaktionen vorzubeugen. Denn auch wenn Reaktionen selten sind - die Sicherheit steht an erster Stelle.

Koordinationsmitarbeiter Bodo Birk ist mit dem bisherigen Verlauf der Impfungen sehr zufrieden: "Wir hatten ja von Anfang an die zweite Januarhälfte als Termin angepeilt. Und deswegen können wir mit dem aktuellen Stand sehr zufrieden sein", sagt er. Trotzdem werde es ab jetzt keinen täglichen Betrieb von morgens bis abends geben. "Dafür reicht der Impfstoff noch nicht aus", erklärt Birk. Stattdessen ist der Plan, dass das Impfzentrum immer intervallweise arbeitet, wenn ausreichend Termine für Impfungen vergeben werden konnten. Artikel von Andreas Hofbauer