Die Regierung von Mittelfranken hat sich mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung abgestimmt und für Samstag, 30. Mai 2026, sowie Sonntag, 31. Mai 2026, Luftbeobachtungen zum Schutz vor Waldbränden im Regierungsbezirk Mittelfranken angeordnet.
Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes ist während der Überwachungsflüge keine wesentliche Entspannung der Situation zu erwarten. Da es nicht ausreichend regnet, bleibt das Risiko für Waldbrände hoch. Schon kleinste Funken oder Hitzequellen können Brände auslösen. Deshalb ist große Vorsicht im und rund um den Wald geboten.
Hohe Waldbrandgefahr: Regierung ordnet Überwachungsflüge an
In Mittelfranken ist die Gefahr von Waldbränden in den letzten Tagen deutlich gestiegen. Vor allem ist das darauf zurückzuführen, dass die oberen Bodenschichten in den Wäldern immer weiter austrocknen. Fehlender Regen, anhaltend hohe Temperaturen und auffrischender Wind entziehen dem Boden zusätzlich Feuchtigkeit. Insgesamt ist die Gefahr von Waldbränden in der Region aktuell besonders groß. Schon kleine Zündquellen können Brände verursachen, daher ist überall im und am Wald besondere Vorsicht nötig.
Die Flüge finden am Nachmittag statt – zu einer Zeit, in der die Waldbrandgefahr durch hohe Temperaturen und verstärkte Freizeitaktivitäten am höchsten ist. Wegen des guten Wetters erwarten die Behörden mehr Ausflügler in Wald und Flur. Die Beobachtungsflüge werden von ehrenamtlichen Pilotinnen und Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken durchgeführt.
Mit an Bord sind speziell ausgebildete Luftbeobachterinnen und -beobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden, die gefährdete Waldgebiete aus der Luft kontrollieren. Sollte ein Brand entdeckt werden, wird sofort per Funk die Feuerwehr verständigt und zur Brandstelle geführt. Besonders gefährdet sind lichte Kiefernbestände und oft besuchte Wälder in dicht besiedelten Gebieten.
Verhaltensregeln: Was Bürger in Waldgebieten beachten müssen
Das Landratsamt Erlangen-Höchstadt bittet wie die Regierung von Mittelfranken um besondere Vorsicht beim Aufenthalt im Wald. Wer einen Waldbrand bemerkt, sollte diesen sofort über den Notruf 112 melden. Vom 1. März bis 31. Oktober gilt außerdem ein striktes Rauchverbot im Wald.
Offenes Feuer und Grillen sind im und am Wald ebenfalls verboten. Zigaretten dürfen keinesfalls aus fahrenden Autos geworfen werden. Auch das Parken auf trockenem Gras ist wegen der Hitzeentwicklung am Fahrzeugboden hochgefährlich. Autos, Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen deshalb nicht auf Wiesen oder Waldwegen abgestellt werden.