Ausschussmitglied Markus Windisch (CSU) sah wegen eines Sachverhalts und einiger Stellungnahmen der Verwaltung auch keine Möglichkeit der Entlastung. "Mangelnde Transparenz ist bei uns eine chronische Krankheit, das ist enttäuschend", klagte Windisch. So sei die Gemeinde beispielsweise bei den Spielplätzen nicht in der Lage, vernünftig zu planen, warf er der Verwaltung vor. Außerdem sei es ein Unding, dass permanent Aufträge ausgeführt werden, die über das Budget des Bürgermeisters hinausgehen und damit die Wertgrenze überschreiten. "Es geht nicht um die Arbeit des Kämmerers, der Vorwurf richtet sich gegen die Verwaltung", erklärte Windisch mit Nachdruck.

In der Sitzungsvorlage sind seitens der Veraltung zwölf Stellungnahmen aufgeführt, von denen drei in der Sitzung des Gemeinderates nicht akzeptiert wurden und nachgebessert werden müssen. Unter anderem geht es um Spielgeräte für den Spielplatz in Hannberg, deren Beschaffung von knapp 32 000 Euro am 26. Januar 2016 beschlossen wurde. Die Arbeiten am Spielplatz sollten weitgehend durch den gemeindlichen Bauhof ausgeführt werden. "Dass für diese Arbeiten natürlich auch Material benötigt wurde, erscheint selbsterklärend, weshalb die beanstandeten Rechnungen nicht mehr im Gemeinderat behandelt wurden", erklärte Bürgermeister Horst Rehder (BB) dazu. Die Rechnungsprüfer bemängelten, dass die Summe der angesprochenen Sammelrechnungen zweier Firmen über die "Wertgrenze" des Bürgermeisters hinausgehen und es dazu keine Beschlussfassung gebe.


Kritik an der Vorgehensweise

Zu einem Fall erklärten Rehder und der Verwaltungsleiter Martin Hofmann, es handele sich um eine Sammelrechnung, die nur in ihrer Gesamtheit über der Wertgrenze lagen, weshalb keine Behandlung im Gemeinderat veranlasst wurde. "Es geht nicht ums Geld, sondern um die Vorgehensweise", unterstützte Axel Gotthard (FW) den CSU-Kollegen und kritisierte ebenfalls die mangelnde Transparenz der Verwaltung. "Wir fordern euch auf, schleunigst etwas dagegen zu tun", erklärten Windisch und Gotthardt.

Zum Baugebiet "Heßdorf-Süd" forderten die Rechnungsprüfer, die Vermarktung in professionelle Hände zu legen. Den Vorschlag, damit den Kämmerer zu beauftragen, lehnte Jörg Hausam ab. Zum einen habe er bei Immobilien zu wenig Erfahrung und zum anderen sei dies neben der Kämmerei nicht zu schaffen. Er werde aber selbstverständlich unterstützend mit dabei sein, wenn dies notwendig sein sollte.