Noch beherrschen Bagger, Radlader und Lastwagen die Baustelle im Norden der Stadt. "Der Bau des Kreisverkehrs am Olympiaring liegt im Zeitplan", erklärten die Mitarbeiter des Planungsbüros Gauff auf der Baustelle im Gespräch mit dem FT. Die Baumaßnahme sei zwar nicht die größte und teuerste, die derzeit vom Büro betreut wird, aber eine mit gewissen Herausforderungen.

Die Straße "Zum Flughafen" wird um einige Meter in Richtung Osten verschoben, um die Zufahrt zur Deponie zu verbessern und eine größere Aufstellfläche für die Anlieferer zu schaffen. Im Untergrund verlaufen zahlreiche Leitung und Kabel, die derzeit von den Stadtwerken umgelegt werden. "Eine nicht ganz einfache Aufgabe", heißt es dazu vom Planungsbüro.


Adidas ist Bauherr und Planer

Der FT traf an der Baustelle auch Bauamtsleiter Gerhard Merkel und den stellvertretenden Sachgebietsleiter des Landkreises, Oliver Jäger, sowie Peter Huber, Director Project Management bei der Firma Adidas. Schließlich ist der fünfstrahlige Kreisverkehr eine Kooperation zwischen Landkreis, Stadt und dem Sportartikelhersteller. Adidas ist Bauherr und Planer des Kreisels.

Allerdings entsteht dort kein privates Bauwerk, das einmal der Firma gehören wird. Der Kreisverkehr geht nach Fertigstellung in die Unterhaltslast des Landkreises über, der Olympiaring, der auf seiner östlichen Seite ja durchgebaut werden soll bis zur Kreisstraße Niederndorf-Haundorf steht weiter unter Baulast-Trägerschaft der Stadt Herzogenaurach. Der Kreisverkehr dient in erster Linie der besseren Erschließung der World of Sports.

"Mit der Erweiterung der World of Sports und der steigenden Anzahl von Mitarbeitern war die frühere Kasernenzufahrt nicht mehr zeitgemäß und hätte auch den Verkehr nicht mehr verkraftet", erklärte Huber. Er ist bei der Sportartikelfirma für die Realisierung der Baumaßnahmen auf der World of Sports mit verantwortlich zeichnet.


Lob für die Baufirma

"Max Bögl ist eine hervorragende Firma mit sehr guten Leuten", lobte Huber das Bauunternehmen. Erfahrungen mit der Oberpfälzer Firma konnte Huber schon bei vorhergehenden Baumaßnahmen auf der Herzo Base sammeln. Deswegen sei er froh, dass Adidas den Auftrag an die Firma Bögl vergeben hat, denn es sei derzeit sehr schwer überhaupt, eine Baufirma zu finden. Das kann Gerhard Merkel bestätigen, der in seiner täglichen Arbeit ebenfalls mit diesem Problem zu kämpfen hat.

Auch Oliver Jäger vom Landkreis Erlangen-Höchstadt zeigt sich über den Fortschritt der Bauarbeiten zufrieden. Der Kreisverkehr hat einen Durchmesser von 48 Metern, "das ist schon ordentlich und der erste im Landkreis mit fünf Einmündungen", kommentiert Jäger den nahezu fertigen Kreisel. Die fünf Einmündungen verteilen sich auf die Ein- und Ausmündung der Kreisstraße, den Olympiaring und die etwas erweiterte Zufahrt zur Mülldeponie sowie eine neue Zufahrt, die den Nordwesten der World of Sports erschließen soll, wo Adidas seinen Campus Nordwest baut.