Das 32. Fischerfest des Höchstadter Fischervereins fand über vier Tage, vorwiegend im Egelgarten statt und wurde zu einem Fest, wie es sich der Fischerverein wünschte.

Den Auftakt bildete am Donnerstagnachmittag ein Freundschaftsfischen mit den Fischern von Greiendorf, welches für die Höchstadter Fischer nicht so erfolgreich ausging wie sie es erhofft hatten.

Die Greiendorfer brachten ein Karpfen-Gesamtgewicht von 35 Kilo auf die Waage, während die Höchstadter nur auf 28 Kilo kamen. Insgesamt wurden also 63 Kilo Karpfen gefangen. Diese wurden, wie es im Programm stand, einer "sinnvoller Verwertung" zugeführt.

Die gesamte Karpfen-"Ausbeute" sei dem Fischerfest zugute gekommen, indem sie an den folgenden Tagen auf dem Fischerfest als "Karpfen-Chips" angeboten wurden, sagte Klaus Müller, Vorsitzender des Höchstadter Fischereivereins.

Der Erlös aus dem Verkauf bereichere die Vereinskasse und mache so weitere Highlights für den Verein möglich. Während der Auswertung am Donnerstag im Festzelt wurden die Gastgeschenke beider befreundeten Vereine ausgetauscht.

Am Freitagabend fand im Festzelt im Engelgarten ein sehr gut besuchtes Schafkopfrennen statt. Mit Stolz sagte Müller, dass daran etwa hundert Freunde des Schafskopfes teilgenommen hätten. Franz Gulden fügte hinzu, dass die Freude über solch gute Teilnehmerzahl eine besondere Note dadurch bekäme, dass bedauerlicher Weise bei jüngeren Leuten das Interesse am "Schafkopfrennen" abnehme.

Der Sonnabend war ganz der Unterhaltung bei Fischgerichten und den dazu gehörenden Bieren gewidmet. Angeboten wurden Spezialitäten wie Salzknöchla mit Kraut, geräucherte Karpfen und Forellen, Karpfenchips, Makrelen und Heringe gewedelt, Fischsuppe und Gegrilltes. Am Nachmittag gab es schon Kaffee, Kuchen und selbstgebackene "Küchle". Am Abend spielte zur Unterhaltung das "Duo Carisma" aus Niederwerrn. Christiane und Manne sind überregional bekannt und konnten elf Jahre lang auf dem Oktoberfest in Käfers Wies'n Schenke, in Münster zur Europas größten Kegelparty und auf dem Bremer Freimarkt schon für Stimmung sorgen.

Am Sonntagmorgen letztendlich fand von 5 Uhr bis 11 Uhr das traditionelle Hegefischen an der Aisch statt. Vorsitzender Müller erklärte, dass das Hegefischen dazu diene, den überalterten Fischbestand in der Aisch zu dezimieren. So wurde das Praktische, das Nützliche und das Unterhaltsame zur Freude der Gäste aus der ganzen Region miteinander verbunden.