Gedenkminuten bei Fußballspielen in der gesamten Region, Treffen zur gemeinsamen Trauer und eine Gedenkstätte, die an den Jungen erinnert: Nach dem Tod eines Siebenjährigen infolge eines Unfalls vor einer Sportveranstaltung ist der Verlust des jungen Spielers für den FSV Erlangen-Bruck allgegenwärtig.
"Die Anteilnahme an dem tragischen Unfall ist riesig", äußert Vereins-Sprecher Jan Berghold gegenüber inFranken.de. Die Fußballgemeinschaft sei zusammengerückt, die Unterstützung anderer Vereine sei überwältigend. Mit der Familie des verstorbenen Jungen stehe der Verein in engem Austausch. In Abstimmung mit den Angehörigen wurde nun eine Spendenkampagne ins Leben gerufen.
Siebenjähriger in Erlangen von Tor erschlagen - Verein startet Spendenaktion
Die Verwendung der Spendengelder soll dabei bewusst offen nach Wunsch der Familie erfolgen, betont der FSV Erlangen-Bruck im Netz. Man könne durch die Spenden "dazu beitragen, Belastungen abzufedern, gemeinsame Zeit im Kreise der Familie zu finden oder einen würdevollen gemeinsamen Abschied bzw. ein Abschiedsfest" zu ermöglichen, heißt es zudem. Fast 700 Personen beteiligten sich an der Aktion bereits (Stand: 7. April 2026, 9.30 Uhr), mehr als 20.000 Euro wurden gesammelt. So wolle man die Familie neben der Trauerbegleitung auch finanziell unterstützen.
Auch die Mannschaft des Siebenjährigen soll in ihrer Trauer nicht allein gelassen werden - sie könne auf die Unterstützung des Kriseninterventionsteams zurückgreifen. Nach den Osterferien wolle man die Mannschaft in Abstimmung mit diesem wieder an das gemeinsame Fußballspielen heranführen. "Auch wenn es für Erwachsene schwer ist, in den Alltag zurückzukehren, benötigen die Kinder wieder Stabilität und den gemeinsamen Spaß am Fußball mit ihren Freunden", betont Berghold.
Die Umstände des Unfalls, bei dem das Kind am 21. März 2026 tödlich verletzt wurde, waren tragisch: Noch vor Veranstaltungsbeginn sei ein mobiles Tor, an dem Zusatzgewichte befestigt waren, dem Polizeipräsidium Mittelfranken zufolge beim Aufstellen umgekippt und habe das Kind lebensgefährlich verletzt. Der Junge starb kurz darauf im Krankenhaus.