Am zweiten Fastensonntag wird in der katholischen Pfarrei St. Josef in Niederndorf seit langen Jahren das Fastenessen angeboten. Die Besucher des Familienfastengottesdienstes konnten sich in diesem Jahr im Anschluss daran einen Solidaritätsbrunch munden lassen.

Im Gottesdienst bezog sich Stadtpfarrer Helmut Hetzel in seiner Predigt auf die umgangssprachliche Äußerung "Gib endlich Frieden!" Das drücke aus: "Laß mich in Ruhe, ich will nichts damit zu tun haben." Dabei handle es sich mehr um ein Verdrängen als eine Problemlösung. Leider gehe es vielen Mitbürgern so mit schlechten Meldungen über Flüchtlinge, Kriege etc., es könne sich aber auch um eigene Schuldprobleme handeln. Dagegen heiße Verzeihen auch Loslassen von dem eigenen Ärger. "Frieden heißt Wirklichkeit benennen, beim Wort!", so Hetzel. Er erinnerte im Rahmen seiner Predigt auch an das Thema der Misereoraktion des Jahres 2020 "Gib Frieden!"

Praktikant stellt sich vor

Im Gottesdienst stellte sich auch Rafael Derfuß vor, der vom 7. März bis zum 3. April in den Pfarrgemeinden ein Praktikum absolvieren wird. Er stammt aus Hetzles und studiert in Würzburg Theologie. Im Rahmen des Praktikums möchte er die verschiedenen Arbeitsbereiche für einen hauptamtlichen Dienst in der Kirche kennenlernen. Hetzel hieß ihn im Namen der Pfarrgemeinden herzlich willkommen und wünschte ihm gute Begegnungen und Eindrücke.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Niederndorfer Kirchenband "Spirit of Life" mit modernen Liedern und Rhythmen.

Für den Solidaritätsbrunch im Pfarrsaal von St. Josef hatten viele freiwillige Helfer liebevoll arrangiertes Essen zusammengestellt, so dass dem gemeinsamen Speisen im festlich dekorierten Pfarrsaal nichts mehr im Wege stand. Von der breiten Vielfalt ließen sich die Gäste gerne zum Brunch animieren. Der Erlös kommt in voller Höhe der Misereoraktion zugute.