Evi Bauer ist 35 Jahre jung, in Herzogenaurach aufgewachsen und in das Stadtleben bestens integriert. Allein schon ihr aktives Wirken bei der Stadtjugendkapelle hat ihr ein breites Netzwerk eröffnet. Seit Montag ist Evi Bauer nun in Diensten der Verwaltung ihrer Heimatstadt: Sie hat die Leitung des Generationen-Zentrums übernommen.
Damit konnte die junge Frau nach dreimonatiger Vakanz eine wichtige neue Stelle in den städtischen Einrichtungen besetzen. Denn Ende Februar hatte ihr Vorgänger Thomas Lang Herzogenaurach nach gut drei Jahren verlassen und die Leitung der Katholischen Landvolkshochschule auf Burg Feuerstein übernommen.
 


Drei unter einem Dach

Das Generationen-Zentrum ist erst im Herbst 2016 ins Leben gerufen worden. Nach der Sanierung des Sandsteinbaus in der Erlanger Straße ist das damalige Freizeitheim der Stadt nämlich nahtlos in die neue Einrichtung übergegangen. Darin wird seither die Arbeit mit Kindern, Jugend und Senioren generationenübergreifend zusammengefasst. Das Generationenzentrum vereint also quasi drei Häuser unter einem Dach.
Bürgermeister German Hacker (SPD) freute sich, als er die neue Kollegin am Montagnachmittag im Pressegespräch vorstellen konnte. Es sei durchaus ein Vorteil, dass Frau Bauer aus Herzogenaurach kommt und hier hervorragend vernetzt sei. "Man muss ihr über Herzogenaurach nichts erklären", sagte Hacker. Außerdem hat die Erzieherin, die an der Uni in Bamberg soziale Arbeit studierte, schon zuvor mit Menschen zusammengearbeitet. Sie war seit 2009 am Amt für Kinder, Jugend und Familien des Landratsamts in Erlangen beschäftigt und seit 2014 dort in der Familienbildung tätig. In Kontakt mit dem Generationenzentrum ist sie da unter anderem durch die Babywerkstatt gekommen, die es in der Herzogenauracher Einrichtung gibt. Ihren Vorgänger Lang hatte sie schon 2016 getroffen und sich fachlich ausgetauscht. Ohne damals allerdings zu ahnen, dass sie einmal seine Nachfolgerin werden könnte.


Herzo Coaches

Es sei schon eine große Herausforderung, die Bereiche Kinder, Jugend und Senioren unter einem Dach zu vereinen, sagte Evi Bauer. Sie wird in ihrer Position als Leiterin eines Teams von etwa zehn Mitarbeitern diese Bereiche koordinieren. Darüber hinaus übernimmt sie von Lang die Betreuung des Projekts Herzo Coaches. Vor allem liege es ihr am Herzen, die Einrichtung mit dem doch noch ziemlich neuen Namen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, sagte sie.
Evi Bauer ist verheiratet und Mutter zweier Kinder im Alter von eindreiviertel und zehn Jahren. Nach dem Abschluss an der Herzogenauracher Realschule ging sie auf die Fachakademie für Sozialpädagogik in Höchstadt und ließ sich dort zur Erzieherin ausbilden. Ihre Praktika machte sie in Herzogenaurach, unter anderem im Kindergarten St. Magdalena und im Kinderhort der Carl-Platz-Schule. Während des Studiums in Bamberg wohnte sie auch kurzzeitig in der Weltkulturerbe-Stadt.


Stadtjugendkapelle

In der Stadtjugendkapelle spielte sie im Alter von zehn bis 21 Jahren Klarinette und Saxophon und unterrichtete musikalische Früherziehung. Später spielte sie auch bei den Ehemaligen. Nach einer Pause möchte sie jetzt bald wieder in dieses Ensemble zurückkehren.