Am Dienstagabend (15. Februar 2022) kam es gegen 23.15 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Büchenbacher Anlage zu einem größeren Einsatz von Rettungskräften. Ein 48 Jahre alter Hausbewohner hatte im Vorfeld die Polizei verständigt, weil er sich Sorgen um einen Nachbarn mache. 

"Als Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei eintrafen und die Öffnung der verdächtigen Wohnung anstand, schlug die Stimmung des eigentlichen Mitteilers um", berichtet die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt. Demnach echauffierte sich der 48-Jährige plötzlich über den Einsatz.

Bei Rettungseinsatz in Erlangen: Hausbewohner setzt sich "massiv zur Wehr"

Als der Mann obendrein die Maßnahmen störte, wurde ihn zunächst ein Platzverweis ausgesprochen. Schon nach wenigen Minuten kehrte der Mann allerdings zurück und störte abermals das Vorgehen der Rettungskräfte. "Unter anderem schlug der Störer jetzt gegen Türen", erklärt die Erlanger Polizei. Der 48-Jährige wurde daraufhin in Gewahrsam genommen. Dabei setzte sich der Mann körperlich massiv zur Wehr. Ein Polizist wurde dadurch leicht am Finger verletzt.

"Begleitet wurden die Widerstandshandlungen von verbalen Beleidigungen gegen die anwesenden Polizeibeamten", berichtet die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt. Der aggressive Hausbewohner verbrachte die Nacht schließlich in einer Arrestzelle. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft musste der Mann eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Gegen den Renitenten wurden Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Beleidigung eingeleitet.

Bei der mitgeteilten Wohnung handelte es sich unterdessen der Polizei zufolge "um falschen Alarm". In der Wohnung wurde demnach keine hilfsbedürftige Person vorgefunden. Der verletzte Polizist konnte seinen Dienst indes zunächst fortsetzen.