Die 60. Aktion Dreikönigssingen des Jahres 2018 trägt das Motto: "Gemeinsam gegen Kinderarbeit - In Indien und weltweit!" Das Beispielland ist in diesem Jahr Indien und es geht um die Probleme, die mit der Kinderarbeit verbunden sind. Statt in die Schule zu gehen oder spielen zu können, müssen Kinder dort den ganzen Tag arbeiten, um mit ihrem Einkommen zum Familienunterhalt beizutragen.
Auch in Herzogenaurach gehen in diesem Jahr am Dreikönigstag wieder orientalisch gewandete Sternsinger um den Dreikönigstag von Haus zu Haus, um die besten Wünsche für das neue Jahr zu überbringen und zur Unterstützung für Kinder in Not aufzurufen. Bei einem ersten Treffen im Dezember teilte Pastoralreferent Thomas Matzick die einzelnen Gruppen ein. Dabei wurden Wünsche der Kinder bei der Zusammenstellung natürlich berücksichtigt. Meist kennen sich die Akteure untereinander.
Wenn alle Anmeldungen eingegangen sind, werden die einzelnen Touren für die Gruppen zusammengestellt. Dadurch kamen in der Stadtpfarrei neun Gruppen mit 38 Kindern zusammen, die bereits am Donnerstag eingekleidet wurden, damit alles am Dreikönigstag reibungslos funktioniert. An diesem Tag werden möglichst alle Familien besucht und die Sternsinger in einem Gottesdienst noch besonders gewürdigt.
Die Gruppen wurden im Pfarrzentrum eingekleidet. Maria Heck und Ursula Novotny konnten gut einschätzen, welches Gewand oder welche Krone für welchen Akteur in Frage kommt. Daher waren die Sternsinger schnell in prächtige Gewänder gekleidet. Dabei soll die Gruppe möglichst bunt gewandet sein, aber keine Farbe zwei Mal vorkommen. Außerdem soll der Gesamteindruck farblich zusammenpassen. In der Gruppe musste nur noch entschieden werden, wer den Mohr darstellen wird.
Eine der ersten an diesem Morgen waren Fiona Dittrich und ihr Bruder Tim Dittrich sowie Paul Zitzmann und Julian Bauer, die in einer Gruppe unterwegs sind. Das Gewand für Fiona Dittrich war schnell gefunden, allerdings war die Entscheidung bei der Kopfbedeckung nicht so einfach. Sie sollte ja nicht nur in der Größe, sondern auch farblich dazu passen. Tim Dittrich hat sich bereit erklärt, sich für den Mohren in der Gruppe der Weisen aus dem Morgenland schwarz schminken zu lassen, so sich kein weiterer Interessent findet.
In der Gruppe müssen alle, der Sternträger, aber auch Kaspar, Melchior und Balthasar, einen Spruch aufsagen, den sie auswendig lernen müssen. Außerdem sind zwei Lieder zu singen. Wichtig ist aber auch die Mitwirkung der Eltern am Dreikönigstag. Sie bringen die Sternsinger zu ihrem Einsatzort. Manche Väter oder Mütter lassen es sich auch nicht nehmen, die Gruppe mit ihren Sprösslingen zu begleiten. Oder sie sorgen für die Verpflegung in der Mittagspause.
Da die Kinder neben Spenden auch eine große Anzahl von Süßigkeiten erhalten, die sie gar nicht selber verbrauchen können, steht bei ihrer Rückkehr eine große Kiste bereit, wo sie ihre "Überschüsse" einlegen können. Der abgegebene Inhalt geht dann an die Herzogenauracher Tafel.
Die Sternsingeraktion wird vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen hat sich daraus die weltweit größte Solidaritätsaktion entwickelt, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 2200 Projekte für notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.


Die Termine

Im Stadtgebiet von Herzogenaurach ist die Aussendung der Sternsinger am 6. Januar in Haundorf mit einer Eucharistiefeier um 9 Uhr, in St. Josef im Pfarrgottesdienst um 9.30 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Magdalena mit einer Eucharistiefeier um 9.30 Uhr und in St. Otto mit Eucharistiefeier um 9.30 Uhr. Außerdem feiern die Sternsinger am Sonntag, 7. Januar, gemeinsam mit den Gläubigen die Wortgottesfeier in Haundorf um 9 Uhr, den Pfarrgottesdienst in St. Josef um 9.30 Uhr, den Pfarrgottesdienst in St. Otto 9.30 Uhr sowie den Pfarrgottesdienst in der Stadtpfarrkirche 11 Uhr.