Temperamentvolle lateinamerikanische Rhythmen, Popmusik und den unvergleichlichen Sound einer Bigband durften die Gäste des Jubiläumsballes der ASV-Tanzsportabteilung genießen.

Der Abend in der Niederndorfer Sporthalle war am zweiten Adventswochenende der gesellschaftliche Höhepunkt schlechthin in Herzogenaurach. Für die Tanzsportabteilung des ASV Niederndorf, die zum 30. Ball der Abteilung lud, war die Organisation auch in diesem Jahr wieder eine Herausforderung. Denn es galt nicht nur eine Band zu engagieren und für Essen und Trinken zu sorgen, sondern die nüchterne Turnhalle in einen Ballsaal zu verwandeln. Wie schon in den Vorjahren haben die Mitglieder viele Stunden, Organisationstalent und Kreativität in diesen Abend gesteckt und ein unvergessliches Programm vorbereitet. Nicht nur die hochkarätige Klaus-Hörmann-Band aus Nürnberg lockte die Tanzbegeisterten nach Niederndorf, sondern auch das Show-Programm hatte es wieder in sich.

Alles ausverkauft

Über eine ausverkaufte Halle freute sich Abteilungsleiterin Heike Witthus, die über die vielen Stunden der Vorbereitungen berichtete, die den festlichen Abend zum Erfolg werden ließen. Bereits eine Stunde vor Beginn war im Foyer "Happy hour an der Bar" und Zeit für einen Plausch oder einen Blick auf die festlichen Roben.

Pünktlich um 20 Uhr erlosch das Licht, ein Teil der Ballgäste kam mit Kerzen herein und eröffnete den Abend mit einer sehenswerten Polonaise in ausgefeilter Choreografie. Die Tanzpartner marschierten getrennt ein, fanden sich auch wieder und eröffneten den Jubiläumsball mit einem Wiener Walzer. Nach dem Eröffnungswalzer wurde es eng auf der Tanzfläche und die Band stellte ihr Niveau mit aktuellen Hits, beliebten Oldies und einer bunten Palette an Tanzstandards unter Beweis.

Ehrenvorsitzende und Gründungsmitglied Karin Wittenzellner-Zollhöfer erinnerte gerührt an die Anfänge der Abteilung und sehr bewegte Zeiten. Ebenso ging es einer Reihe von Mitgliedern, die von Anfang an dabei waren und der Abteilung bis heute die Treue halten.

Gekonnte Akrobatik

Zum Jubiläumsball hatte sich die Abteilungsleitung etwas Besonderes einfallen. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule Sabine Pesch im TSV 1819 Frauenaurach wirbelten zu Musical-Melodien übers Parkett und ernteten beim zweiten Teil mit einem Piratentanz donnernden Beifall. Da kam nicht nur ein Bierfass zum Einsatz, sondern auch gekonnte Akrobatik, einstudiert von der Diplom-Tanzpädagogin Sabine Pesch, die ihr Handwerk unter anderem in New York erlernt hatte.

Aber auch die Tanzsportgruppe selbst zeigte vollendete Tanzformationen, die von Renate Rühling einstudiert worden waren. Um Mitternacht folgten Silvia Plankl als Dixie Dynamite und Julia Kemken als Daisy Dynamite, vom Kleinkunsttheater "Rote Bühne" aus Nürnberg. Die Damen zeigten eine quirlige Show aus Charleston, Steptanz und Slapstick im Originalstil der 20er Jahre. Die Dritte im Bunde war die Burlesque-Schönheit Gil Tonic mit einem verführerischen Fächertanz, bei dem seidige Federn den anmutigen Körper umschmeicheln.

Eineinhalb Stunden nach Mitternacht endete der Jubiläumsball, für einige noch etwas später. Ein Insider sagte am Rande: "Der harte Kern bleibt immer an der Bar hängen und das kann dauern."