Die Banden im Eishockeystadion in Höchstadt ziert die Werbung namhafter Sponsoren. Neue Kabinen wurden erst kürzlich gebaut. Und: Der HEC spielt nun drittklassig. Fakten, von denen Axel Rogner vor 25 Jahren wenn überhaupt nur geträumt hat.

Als sich am 26. Mai 1993 im Gasthaus "Weberskeller" 27 Personen zusammenfanden, um den Höchstadter Eishockeyclub zu gründen, waren "die Bedingungen eigentlich untragbar", berichtet Gründungspräsident Rogner am frühen Sonntagabend auf dem Festkommers. Anfangs, so erzählte er, durfte in dem städtischen Stadion keine Sponsorenwerbung platziert werden. Erst als es 1996 einen Wechsel des Stadtoberhaupts gab, hätte sich das geändert. "Wir haben am Anfang viel mit der Stadt Höchstadt gekämpft", gibt Rogner zu.


Ehrgeiz entwickelt

Gemeinsam mit alten Weggefährten schwelgte Rogner am Sonntag in der Fortuna Kulturfabrik in Erinnerungen. So blieb ihm auch ein Trainingslager in Tschechien in der Anfangsjahren in Erinnerung. Eigentlich wurde eine Bettruhe für zwölf Uhr nachts angeordnet, doch die Spieler verschoben diese kurzerhand und gingen in die Disco. Das Spiel am nächsten Tag gegen starke Altherren wurde dann natürlich verloren. "Die anderen Tage waren dann mit mehr Ehrgeiz", erzählt Rogner.

Ehrgeiz - den hatten Rogner und die Höchstadt "Alligators" über die Jahre hinweg immer bewiesen. Denn der Verein, der bei der Gründung noch in der Bezirksliga Nord spielte, stieg sofort auf. Als der Club einige Jahre später dann sogar in die Bayernliga aufstieg, musste alles professioneller werden. So wurden auch Spieler von außerhalb geholt, wie Axel Rogner erzählt: "Wir haben versucht, die gesamten Strukturen zu verbessern." Das ist auch der Vorsatz, der noch heute gilt. Nach dem diesjährigen Aufstieg in die Oberliga möchte man den VIP-Bereich vergrößern, aber auch die Trainingsbedingungen für die Spieler weiter optimieren. "Die Spieler sollen sich in der Eishalle wohlfühlen", fordert der neue Trainer der "Alligators", Martin Ekrt. Man brauche gute Bedingungen, um auch gute Leistungen bringen zu können.

Axel Rogner denkt bereits über eine zweite Trainingshalle nach, Gespräche mit Sponsoren seien bereits geführt worden. So möchte der Verein auch den Nachwuchs fördern, damit in 25 Jahren wieder ein großes Jubiläum gefeiert werden kann.