Am Dienstagvormittag (21.04.2026) überfielen zwei zunächst unbekannte Männer einen Juwelier in Herzogenaurach. Die Polizei nahm einen 31-jährigen Tatverdächtigen fest. Der zweite Täter ist flüchtig. Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise. Gegen 10:00 Uhr verständigte ein aufmerksamer Zeuge den Polizeinotruf, weil zwei maskierte Männer einen Juwelier in der Hauptstraße betraten. Den ersten Ermittlungen zufolge setzten die Täter Pfefferspray gegen zwei Angestellte ein und verließen das Geschäft anschließend mit Bargeld und Schmuck.

Beamte der Polizeiinspektion Herzogenaurach nahmen im näheren Umkreis des Tatorts einen 31-jährigen Litauer unter Vorhalt der Dienstwaffe widerstandslos fest. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten ein Pfefferspray und Diebesgut.

Zeitgleich führte die Polizeiinspektion Herzogenaurach groß angelegte Fahndungsmaßnahmen nach dem zweiten Täter durch. Dieser flüchtete in Richtung "An der Schütt" und wurde dort zuletzt gesehen. Neben zahlreichen Streifen benachbarter Dienststellen waren an der Fahndung unter anderem ein Diensthundeführer sowie ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Die Maßnahmen führten jedoch bislang nicht zur Festnahme des zweiten Täters.

Täterbeschreibung:

schlank, schwarze Kleidung, schwarze Turnschuhe mit weißen Seitenapplikationen und weißen Streifen an der Sohle, schwarze Maskierung.

Die beiden Angestellten erlitten durch das Pfefferspray leichte Verletzungen im Gesicht und wurden in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Der Wert des Diebesguts kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Die Beamten brachten den 31-Jährigen zur Dienststelle, wo eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt wurde. Zudem stellte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftantrag gegen den Tatverdächtigen.

Die Kriminalpolizei Erlangen führte die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort durch und übernahm die weitere Sachbearbeitung. Die Beamten bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeugen,

- die im Umfeld des Juweliers verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben,

- die Wahrnehmungen zu dem Überfall gemacht haben,

- oder die Hinweise auf den zweiten Täter oder dessen Fluchtrichtung geben können,

werden gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Unter der Rufnummer 0911 2112 - 3333 ist ein Hinweistelefon geschaltet. Des Weiteren werden Personen, die Videoaufnahmen oder Fotos gefertigt haben, die im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen könnten, gebeten, diese an die Polizei weiterzuleiten.

Dieser Beitrag wird vom Polizeipräsidium Mittelfranken bereitgestellt. inFranken.de hat den Beitrag nicht redaktionell geprüft.

Original-Content von Polizeipräsidium Mittelfranken übermittelt durch news aktuell