Eine harmlose allgtägliche Handlung hat in Erlangen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst: Ein Mann legte am Dienstagabend einen Akku auf ein Sofa in seinem Keller.

Doch plötzlich explodiert die Batterie, setzt das Möbelstück in Brand und sorgt für massive Rauchentwicklung, die bis nach draußen dringt.

Coburger Straße in Erlangen: E-Bike-Akku explodiert und verursacht Kellerfeuer

Von einem gefährlichen Vorfall am Dienstag, 18. Februar 2026, in der Coburger Straße in Erlangen berichtet die Polizei Erlangen-Stadt. Gegen 20.40 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg die Meldung über eine Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus ein.


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Die eintreffenden Rettungskräfte stellten den Brandherd in einem Kellerabteil des Gebäudes in der Coburger Straße fest. Die Coburger Straße befindet sich im Westen Erlangens.

Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf einen 47-jährigen Hausbewohner, der bereits versuchte, das Feuer eigenständig zu löschen.

Akku auf Sofa gelegt

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 47-Jährige den Akku seines E-Bikes zum Laden auf ein Sofa gelegt hatte, so die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt weiter. Der Akku explodierte und setzte das Sofa in Brand, wodurch starker Rauch nach außen drang.

Der Hausbewohner zog sich bei seinen Löschversuchen leichte Verletzungen zu und wurde anschließend zur ärztlichen Behandlung in ein Klinikum gebracht. Durch die massive Rauchentwicklung entstand im Gebäude ein Sachschaden im vierstelligen Bereich.

Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt hat nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen den E-Bike-Besitzer eingeleitet. 

Ähnliche Fälle sind in Franken keine Seltenheit: So hat im Oktober des vergangenen Jahres ein explodierter Staubsauger-Akku in Albertshofen einen Wohnungsbrand verursacht. Der Akku explodierte und setzte einen Schrank in Brand. Es entstand ein Sachschaden von circa 45.000 Euro. Im Spätsommer 2025 schreckte ein lauter Knall aus der Waschküche einen Mann in Gemünden auf - der Akku seines E-Bikes hatte Feuer gefangen. Die Feuerwehr rückte mit 40 Einsatzkräften an, um den Brand zu löschen und das Gebäude zu lüften. Ursache war ein technischer Defekt während des Ladevorgangs.

Bereits vor geraumer Zeit hat sich das Landgericht Coburg mit der Sorgfaltspflicht beim Laden von Akkus beschäftigt. Ein Gebäudebrandversicherer hatte gegen den Privathaftpflichtversicherer eines Mieters geklagt. Das Gericht entschied, dass eine erhöhte Brand- und Explosionsgefahr bei tiefentladenen oder vorgeschädigten Akkus besteht.