Das Feuer war am Montagmorgen (8. Juni 2026) zwischen Weisendorf und Kairlindach an einer Biogasanlage ausgebrochen. Es stellte sich schnell heraus, dass es nicht die Biogasanlage selbst ist, die in Flammen steht.
Ein großer Stapel mit Strohballen, die unweit der Biogasanlage gelagert werden, war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Das teilt Sebastian Weber, Sprecher der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt, auf Nachfrage von inFranken.de mit. Weil die Ballen teils mit Kunststoffplanen abgedeckt gewesen waren, habe sich zunächst dichter schwarzer Rauch entwickelt.
Aufwendiger Einsatz für die Feuerwehr
"Die Biogasanlage selbst ist nicht betroffen", sagt Weber. Die rund 120 Einsatzkräfte vor Ort hätten den Brand auch unter Kontrolle. Die Rauchentwicklung bestehe mittlerweile nicht mehr.
Die Löscharbeiten werden sich allerdings noch den ganzen Tag über hinziehen. "Gepresstes Stroh ist relativ aufwendig zu löschen", erklärt der Feuerwehrsprecher. Die Glutnester im Stroh müssten aufgespürt und gelöscht werden, damit das Feuer nicht wieder aufflammt.
Eine Gefahr für die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften aufgrund der Rauchentwicklung sieht Weber nicht. Die zunächst schwarze Rauchsäule sei senkrecht aufgestiegen. Vom Rauch des brennenden Strohs gehe zudem keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Daher sei keine Warnung an die Bewohner der umliegenden Ortschaft ergangen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Löscharbeiten bei Weisendorf ziehen sich den ganzen Tag hin
Zu größeren Verkehrsbehinderungen sei es im Zuge des Einsatzes aufgrund der abgelegenen Lage der Biogasanlage nicht gekommen, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken auf Anfrage von inFranken.de mit. Auch wenn die Löscharbeiten noch den ganzen Tag andauern, sei nicht mit Einschränkungen im Straßenverkehr zu rechnen.
Aufgrund des schwelenden Feuers und der andauernden Löscharbeiten kann die Polizei aktuell noch keine Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums schätzt, dass die Brandermittler erst am Dienstag (9. Juni 2026) die Arbeit aufnehmen können.